Rohstoffpreise
Pfleiderer senkt Prognose

Der Holzverarbeitungskonzern Pfleiderer rückt von seinen Geschäftszielen für das laufende Jahr ab. Das im Nebenwerteindex MDax vertretene Unternehmen muss den hohen Rohstoffpreise Tribut zollen und kann den für 2008 angepeilten Umsatz wohl nicht mehr erreichen.

HB FRANKFURT. "Für das zweite Halbjahr 2008 geht die Pfleiderer AG davon aus, dass die realwirtschaftlichen Folgen der anhaltenden Finanzmarktkrise das Geschäft beeinträchtigen könnten", teilte das Oberpfälzer Unternehmen am Dienstagabend mit. Es erwartet daher, die höheren Rohstoffpreise nicht mehr im angestrebten Maße an die Kunden weitergeben zu können.

Darum stellt Pfleiderer sowohl die Umsatzprognose von zwei Mrd. Euro als auch das Ziel einer operativen Umsatzrendite (Ebitda-Marge) von 15 Prozent infrage. "Die Gesellschaft geht heute von Abweichungen für beide Werte von fünf bis 15 Prozent von den gesteckten Zielen aus", gab der Konzern bekannt. Er rechnet allerdings damit, das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) des Vorjahres übertreffen zu können.

Im ersten Halbjahr belasteten höhere Rohstoffpreise und Sonderaufwendungen für die Stilllegung des Werkes La Baie in Kanada in Höhe von 9,8 Mill. Euro das Ergebnis. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) fiel auf 55 (Vorjahreszeitraum: 70) Mill. Euro. Das Ebitda lag bei 119 (121) Mill. Euro.

Der Umsatz kletterte hingegen um 3,5 Prozent auf 917 Mill. Euro. "Wachstumstreiber waren die Regionen Westeuropa und Osteuropa, wohingegen Nordamerika Einbußen insbesondere durch die Werksstilllegung La Baie sowie Wechselkurse zu verzeichnen hatte", erläuterte Pfleiderer.

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