Rohstoffsektor
Xstrata droht mit Übernahme von Anglo American zu scheitern

Finanzierungsprobleme gefährden ein Milliardenprojekt im Rohstoffsektor: Offenbar will der Bergbaukonzern Xstrata den Plan für die Übernahme des Konkurrenten Anglo American fallen lassen. Analysten bezweifeln schon seit längerem, dass das Unternehmen in der Lage ist, den Aktionären von Anglo American den geforderten Baraufschlag zu bieten.

LONDON. Der schweizerisch-britischen Bergbaukonzern Xstrata gerät bei der Übernahme des Konkurrenten Anglo American immer stärker unter Druck. Nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters hat das Xstrata-Management einem der zehn größten Aktionäre des Unternehmens signalisiert, dass der Konzern den Übernahmeplan aufgeben werde.

"Sie haben uns ziemlich klar signalisiert, dass sie sich davon abwenden werden", zitiert die Nachrichtenagentur den Großaktionär, der namentlich nicht genannt werden wollte. Als Grund für den möglichen Rückzug von Xstrata habe der Aktionär den Wechsel an der Spitze des Anglo-Managements genannt. Auch der neue Chairman John Parker lehne das Übernahmeangebot ab, und eine feindliche Offerte für den Konkurrenten habe kaum Aussichten auf Erfolg.

Noch Anfang August hatte Xstrata-Chef Mick Davis die feste Absicht geäußert, sein Unternehmen mit Anglo American zu vereinen. "Es spricht sehr viel für das Vorhaben, die beiden Unternehmen zu fusionieren", sagte Davis bei Vorlage der Halbjahreszahlen. Ende Juni hatte Xstrata dem afrikanisch-britischen Konkurrenten Anglo American eine "Fusion unter Gleichen" im Wert von 22 Mrd. Pfund (fast 26 Mrd. Euro) vorgeschlagen. Anglo-American-Vorstandschefin Cynthia Carroll hatte die Fusion allerdings abgelehnt, und auch der neue Chairman Parker hat sich nach seiner Amtsübernahme im Sommer gegen den Zusammenschluss ausgesprochen. Nach Informationen aus Finanzkreisen ist es beiden in den vergangenen Wochen gelungen, einige einflussreiche Anglo-Aktionäre auf ihre Seite zu ziehen.

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