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Roland Koch im Interview: „Wir sind kein Baukonzern mehr“

exklusiv Rund 80 Firmen hat Bilfinger Berger gekauft. Da hat Roland Koch viel zu tun. Der Vorstandschef des Baukonzerns erklärt im Gespräch mit dem Handelsblatt seine Strategie und ob Bilfinger einen neuen Namen braucht.

Der Vorstandsvorsitzende von Bilfinger Berger, Roland Koch. Quelle: dpa
Der Vorstandsvorsitzende von Bilfinger Berger, Roland Koch. Quelle: dpa

Handelsblatt: Herr Koch, die Schuldenkrise hat in Italien und Griechenland Finanzfachleute an die Spitze der Regierungen gespült. Glauben Sie als Ex-Politiker, dass die beiden die Finanzkrise meistern?

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Roland Koch: Ich glaube nicht, dass Nichtpolitiker prinzipiell besser geeignet sind, die aktuellen Herausforderungen zu bewältigen. Die neuen Regierungen können nur eine Übergangslösung sein. Es besteht jedoch die Hoffnung, dass sie die notwendigen unbequemen Entscheidungen schneller treffen können. Aber sie müssen bald lernen, wie Politik funktioniert, sonst werden sie scheitern.

Handelsblatt: Teilen Sie die Sorge, dass die Finanzkrise vom Süden Europas auf den Kern der Euro-Zone übergreift?

Koch: Die Frage, ob Europa seine Schuldenkrise managen kann, bleibt sicherlich nicht auf einige wenige Länder begrenzt. Das in Griechenland entstandene Problem zwingt zu einem Paradigmenwechsel.

Handelsblatt: Und der wäre?

Koch: Es zwingt die Euro-Staaten dazu, gemeinsam Verantwortung zu tragen und sich nicht hinter einer "No-bail-out-Klausel" zu verstecken. Und es zwingt die Finanzmärkte, eine neue Art von Bewertung für Staatsschulden zu suchen. Ratingagenturen, die Unternehmen beurteilen, sind mit ihren Instrumenten heute dazu völlig ungeeignet. Nur die Europäische Zentralbank (EZB), der europäische Stabilisierungsfonds und die innere Disziplinierung im Euro-Raum können neues Vertrauen schaffen.

Handelsblatt: Tut die Bundeskanzlerin genug?

Koch: Die Kanzlerin ist in einer extrem schwierigen Situation, mit der sie sehr verantwortungsbewusst umgeht. Auf der einen Seite muss sie die deutschen Interessen im Auge haben - und die hat sie auch im Blick. Auf der anderen Seite muss und will sie es auch an unserem Beitrag zur Stabilisierung der Euro-Zone und damit letztlich unseres Kontinents nicht fehlen lassen, zumal wir die größten Nutznießer sind. Vielen in unserem Land dämmert erst allmählich, welche Position Deutschland in Europa innehat.

  • 29.11.2011, 12:17 UhrAnonymer Benutzer: kochtimal

    na ,da hat sich der herr koch ja warm geredet.
    allet skalierbar,kennwa doch schon von andern loosern.

    50% mehr umsatz,100% mehr gewinn auf 5 Jahre.da wird der türöffner eh nicht mehr da sein.

    seine konjunktureinschätzung ist heute schon makulatur...

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