Roll- und Bremsversuche mit dem Flugzeug laufen derzeit in Toulouse
A380 soll nächste Woche starten

Der neue Riesenjet Airbus A380 soll in der kommenden Woche zu seinem ersten Testflug starten. Der genaue Tag stehe noch nicht fest, teilte Airbus am Dienstag in Toulouse mit.

HB TOULOUSE. Das hänge auch vom Wetter ab. Derzeit laufen in Toulouse Roll- und Bremsversuche mit dem größten Passagierflugzeug aller Zeiten mit einer Kapazität für 555 Passagiere.

Airbus rechnet mit einem wirtschaftlichen Erfolg des Flugzeugs, dessen Hauptmärkte in Ostasien gesehen werden. Eine vom Konkurrenten Boeing finanzierte Studie kommt zu dem Schluss, dass Airbus mit dem A380 rund acht Mrd. Dollar (6,1 Mrd Euro) Verlust schreiben werde und die Airbus-Staaten ihre Starthilfekredite für das Programm in Milliardenhöhe abschreiben könnten.

„Wir wissen nicht, wie die Studie zu diesen Zahlen kommt“, sagte Airbus-Sprecherin Barbara Kracht. „De A380 wird ein sehr profitables Flugzeug.“ Boeing dringt auf ein Verbot der Anschubkredite, seit der US-Konzern von den Europäern auf den Weltmärkten überflügelt wurde.

Der französische Premierminister Jean-Pierre Raffarin will unterdessen bei seiner China-Reise von Donnerstag bis Samstag auch als Flugzeugverkäufer das europäische Unternehmen Airbus auftreten. „Ich werde in Übereinkunft mit den Deutschen Airbusse verkaufen. Wir arbeiten für Europa zusammen“, sagte Raffarin am Dienstag in einem Rundfunkinterview mit RTL. „Man muss nach China gehen, wo das Wachstum ist.“

Ob es sich um Verträge für die in Hamburg endmontierten kleinen Airbus-Typen oder um den in Toulouse zusammengebauten neuen A380 für 555 Passagiere geht, sagte Raffarin nicht. Die chinesische Fluggesellschaft Air China verhandelt mit dem Flugzeugvermieter ILFC über die Übernahme von zwei A380. China Southern hatte im Januar ein Rahmenabkommen über den Kauf von fünf A380 unterzeichnet.

China wird nach Expertenprognosen in den kommenden 20 Jahren mit 2800 Flugzeugen zum größten Luftfahrtmarkt der Welt hinter den USA aufsteigen. Raffarin wird bei seiner Chinareise vom Airbus-Vizechef Philippe Delmas begleitet.

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