Rolls-Royce übertrifft Vorjahresergebnis
BMW-Chef: „Premiumsegment wird weiter wachsen“

BMW-Chef Helmut Panke ist zufrieden mit dem voraussichtlichen Ergebnis der BMW Group im laufenden Jahr. BMW werde die meisten Konkurrenten im Ergebnis überflügeln und seine Prognosen einhalten oder sogar übertreffen, sagte Panke der WirtschaftsWoche.

DÜSSELDORF. "Zum Ertrag kann ich so viel verraten: Wir werden deutlich besser aussehen als die meisten unserer Wettbewerber und werden die kommunizierten Ziele erreichen. Zum Absatz kann ich sagen: Bei BMW liegen wir bis Ende November 10,4 Prozent über Vorjahr. Bei Mini sind wir im Augenblick bei 190.000 verkauften Autos, wir wollen dieses Jahr die 200.000 übertreffen - ich bin zuversichtlich, dass uns das gelingen wird, das ist dann auch ein Plus von gut 8,5 Prozent." Auch Rolls-Royce kann offenbar durch stärkere Verkäufe im Dezember noch das Vorjahresergebnis erreichen. Panke: "Da werden wir den Absatz des Vorjahres wohl leicht übertreffen."

Auch künftig werde BMW entgegen der Meinung vieler Analysten zulegen, weil "das Premiumsegment weiter wachsen" wird, so Panke. "Der Trend zur Marke, damit auch zum Premium, wird zulegen." BMW werde auf die individuelleren Bedürfnisse der Kunden durch eine breitere Modellpalette reagieren. Panke: "Es wird immer mehr Modelle geben, weil es immer mehr unterschiedliche Bedürfnisse geben wird, die ein Fahrzeug erfüllen soll." Das Wachstum der Premiumhersteller werde dabei eindeutig auf Kosten der Massenhersteller gehen. "Verlierer sind die Massenhersteller. Auch bei den Geländewagen etwa gehen die Leute von den austauschbaren, rational begründeten Produkten weg und wollen eben etwas Besonderes - das ist die Basis für den Erfolg unseres BMW X5 und unseres X3. Die Premiumhersteller erobern alle aus dem Massenmarkt."

Erstmals Kritik äußert BMW an der geplanten Verschärfung der Dienstwagensteuer durch die Bundesregierung. "Im Premium-Segment - nicht nur bei uns - liegt der Anteil der dienstlich genutzten Fahrzeuge bei über 50 Prozent. Wenn dort die Regelungen verändert würden, würde das natürlich auch Auswirkungen auf den Absatz und damit auf die Konjunktur in Deutschland haben", kritisiert Panke. "Dies weiß man aber auch in der Politik - wir gehen deshalb davon aus, dass hier sehr sorgsam und vorsichtig entschieden wird, um den Aufschwung nicht zu gefährden. In jedem Fall ist eine längere Diskussion über dieses Thema unbedingt zu vermeiden - denn dadurch würde die Kundschaft nur verunsichert."

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