Rosen Eiskrem Mit Aldi explodiert

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Eisverbrauch nach Absatzort: Am meisten wird in Eisdielen geschleckt. Grafik: Wiwo.

Eisverbrauch nach Absatzort: Am meisten wird in Eisdielen geschleckt. Grafik: Wiwo.

In neue Dimensionen katapultierte Kirchner das Unternehmen zu Beginn des Jahres: Rosen übernahm vom Lebensmittelkonzern Nestlé die Speiseeiswerke seines Tochterunternehmens Schöller in Nürnberg und Prenzlau in der Uckermark. Der Schweizer Nahrungsmittelmulti will sich ganz auf das Geschäft mit den Premiummarken Mövenpick und Schöller konzentrieren und nicht mehr zusätzlich Handelsmarken herstellen.

Rosen dagegen ist auf solche Produkte spezialisiert, die inzwischen über 40 Prozent Marktanteil im deutschen Lebensmittelhandel haben. Durch die Übernahme wurde Rosen zum größten Speiseeis-Produzenten Deutschlands und konnte Langnese überflügeln. Der Umsatz des Familienbetriebs schnellte von 90 auf 230 Millionen Euro, die Produktionskapazitäten stiegen von 80 auf 230 Millionen Liter pro Jahr, die Zahl der Mitarbeiter erhöhte sich von 300 auf 750. Rosen ist nun Europas größter inhabergeführter Eiskremhersteller.

In einer Branche, die wächst. Insgesamt verzehrten die Deutschen im vergangenen Jahr rund 550 Millionen Liter Speiseeis, ein Plus von knapp drei Prozent. Ein ordentlicher Sommer, die Fußballweltmeisterschaft und zahlreiche neue Eisprodukte haben den Branchenumsatz um gut drei Prozent auf fast zwei Milliarden Euro klettern lassen. Im Schnitt schleckt jeder Deutsche über acht Liter pro Jahr. Spitzenreiter in Europa sind die Schweden mit 13 Litern. Vor allem die Kategorie der Groß- und Multipackungen, in der Rosen ausschließlich tätig ist, hat sich im vergangenen Jahr hierzulande wiederum positiv entwickelt - zulasten des sogenannten Impulseises, also der einzeln verpackten Eiskremvariationen am Stiel oder im Hörnchen.

Derzeit kümmern sich Kirchner und sein neuer Geschäftsführer Michael Müller, der im März von der Mars-Tochter Masterfoods (Whiskas, Uncle Ben’s-Reis) zu Rosen wechselte, um die Integration der ehemaligen Schöller-Werke. Doch gleichzeitig treiben die beiden die Expansion weiter voran.

Und das auf zwei Wegen. Zum einen folgt Rosen den großen Lebensmittelketten. "Wenn Aldi, Penny oder Lidl in ein neues Land vordringen, dann haben wir natürlich die Möglichkeit mitzuwachsen", sagt Kirchner. Zum anderen wollen die Haarener auch ausländische Handelsketten wie Carrefour, Tesco oder Sainsbury als Kunden gewinnen und damit den Auslandsanteil von bisher 15 Prozent in den kommenden fünf Jahren verdoppeln. Das Ziel: "Bis 2010", sagt Kirchner, "wollen wir einen Umsatz von 300 Millionen Euro erreichen."

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