Rosen Eiskrem
Mit Aldi explodiert

Das Unternehmen kennt kaum jemand, seine Produkte hat dennoch fast jeder im Tiefkühlfach: Rosen Eiskrem ist Deutschlands größter Speiseeishersteller. Es ist aber gar nicht so einfach, mit Eis gutes Geld zu verdienen. Die Verbraucher verlangen ständig nach Neuem. Ein Blick hinter die Kulissen der Branche und ihres Primus.
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DÜSSELDORF. Europas Eiskremhochburg liegt nicht im schweizerischen Vevey, auch nicht in Nürnberg oder Hamburg; dort wo die namhaften Eiskremmultis Nestlé, Schöller oder Langnese ihre Konzernzentralen haben. Die europäische Eiskremmetropole ist Haaren - ein 3000-Seelen-Nest, ein Ortsteil von Waldfeucht, der kleinsten Gemeinde Nordrhein-Westfalens, tief im Westen der Republik, zwischen Mönchengladbach und Aachen, nur ein paar Hundert Meter entfernt von der holländischen Grenze.

Hier ist das Land so platt wie ein Eiskremstiel, und nichts versperrt die Sicht auf den riesigen Well- blechklotz am Ortsrand - mit der schwarzen Aufschrift: "Werk 2, Rosen Eiskrem GmbH", verziert mit dem Firmenlogo, einer stilisierten weiß-roten Rose.

Wer hier sein Eigenheim hochzieht, nimmt selten die Dienste von Bauunternehmen in Anspruch. Hier wird selbst Hand angelegt. Einer von denen, die wichtige Dinge lieber selbst in die Hand nehmen, ist Gotthard Kirchner, Deutschlands Eiskönig. Der 42-jährige promovierte Diplomkaufmann ist Inhaber und Geschäftsführer der Rosen Eiskrem GmbH.

Ein Unternehmen, das kaum jemand kennt, und doch lutscht fast jeder Deutsche die eiskalten Leckereien aus der Grenzregion. Rosen produziert neben der Marke Cassie vor allem für große Handelsketten: Be-Light-Eis für Aldi Süd, Mucci für Aldi Nord, Romanza für den Tengelmann-Discounter Plus, Noblissima und Inseleis für Lidl und Rios für die Rewe-Billigschiene Penny. Eine Marke mit dem Namen Rosen gibt es dagegen nicht.

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