Rote Zahlen
Bilfinger Berger schreibt Tunnelprojekte ab

Deutschlands zweitgrößter Baukonzern Bilfinger Berger ist im ersten Halbjahr tief in die roten Zahlen gerutscht. Die schwache Nutzung seiner Mautprojekte in Lübeck und Sydney haben das Geschäft belastet. Dennoch soll 2006 noch ein Gewinn erzielt werden.

HB MÜNCHEN. In den ersten sechs Monaten sei ein Verlust von 36 Mill. Euro angefallen nach einem Überschuss von 16 Mill. Euro vor Jahresfrist, teilte das Unternehmen am Donnerstag in Mannheim mit. Die Tunnel-Projekte in Sydney und Lübeck seien vollständig abgeschrieben, ein Autobahn-Teilstück in Sydney verkauft worden.

Daraus ergebe sich eine Ergebnisbelastung von 53 Mill. Euro. Analysten hatten wegen der Wertberichtigungen im Schnitt mit einem Verlust von 13 Mill. Euro gerechnet. Trotz der Schwierigkeiten im so genannten Betreibergeschäft bekräftigte Bilfinger Berger die Gewinnprognose.

Bei einem Rekord-Konzernumsatz von mehr als 7,5 Mrd. Euro soll der Gewinn 2006 über den im Vorjahr erzielten 66 Mill. Euro liegen. Im Jahresverlauf sei mit positiven Effekten zu rechnen, die die Wertberichtigung ausglichen, stellte der Baukonzern in Aussicht.

Sonderzuflüsse erwartet

Mit welchen Sonderzuflüssen das Unternehmen rechnet, gab es aber nicht bekannt. 2004 und 2005 hatten jeweils Verluste nach einem Brückenunfall in den USA und im australischen Hochbaugeschäft Bilfinger Berger die Prognose verhagelt.

Der Auftragseingang von Bilfinger Berger legte im Halbjahr um 26 Prozent auf 4,675 Mrd. Euro zu. Die Konzernleistung, die auch in Arbeitsgemeinschaften erbrachte Tätigkeiten umfasst, stieg in den Monaten Januar bis Juni um neun Prozent auf 3,636 Mrd. Euro. Damit traf der vor allem im Ausland tätige Baukonzern die Erwartungen der Analysten.

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