Rote Zahlen
Spyker leidet unter Saab-Übernahme

Die Übernahme von Saab lastet schwer auf dem niederländischen Sportwagenhersteller Spyker: Das Unternehmen landete im dritten Quartal in den roten Zahlen. Saab-Markenchef Jan Jonsson erklärte allerdings, die Absätze der Marke würden Fahrt aufnehmen.
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HB AMSTERDAM. Die Übernahme des schwedischen Autobauers Saab hat den niederländischen Sportwagenhersteller Spyker tief in die roten Zahlen gezogen. Allein im dritten Quartal fuhr Spyker einen Verlust von knapp 40 Mio. Euro ein. Der Umsatz stieg auf 275 Mio. Euro. Spyker hatte die defizitäre Tochter Saab zu Beginn des Jahres für 74 Mio. Dollar vom US-Konzern General Motors übernommen.

Saab-Markenchef Jan Jonsson erklärte, die Absätze der Marke würden Fahrt aufnehmen. Im laufenden Jahr sollen 30 000 Stück produziert werden. Zur Zeit rollt das neue Mittelklassemodell 9-5 zu den Händlern. Im dritten Quartal wurden rund 9 800 Saab insgesamt hergestellt. Jonsson wiederholte das Absatzziel von 80 000 Stück im Jahr 2011 und 120 000 im Jahr 2012.

Erst vor wenigen Wochen war bekanntgeworden, dass BMW demnächst Motoren an den neuen Saab-Besitzer Spyker liefern wird. Spyker macht seit seinem Börsengang 2004 keinerlei Gewinne. Das in Zeewolde ansässige Unternehmen fertigt Luxuswagen, die über 150 000 Euro kosten.

Kommentare zu " Rote Zahlen: Spyker leidet unter Saab-Übernahme"

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  • Tja, die kleine Firma Spyker hat sich denn wohl übernommen... Es war von Anfang an sonnenklar: Weder die Milliarden-schwere investor-Gruppe Wallenberg noch der grösste Autokonzern der Welt konnten Saab am Laufen halten. Damit war die Sache unmöglich geworden. Wenn Spyker dennoch das Unmögliche möglich machen wollte, so ist das aller Ehren wert, aber die Firma landet damit selbst auf der Kippe - ganz wie Saab.

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