Rote Zahlen
Stellenkürzungen bei Centrotherm

Die Solarbranche muss weiter bluten. Nach Q-Cells hat auch der Photovoltaik-Konzern Centrotherm rote Zahlen vorgelegt. Bei den Blaubeurenern fallen dadurch mehrere Hundert Stellen weg.
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BlaubeurenWegen stornierter Aufträge und der schwachen Entwicklung der Solarbranche ist der Photovoltaik-Maschinenbauer Centrotherm in die roten Zahlen gerutscht. Nun soll ein Sparprogramm helfen: Von den weltweit 1928 Mitarbeitern im Konzern (Stand: 31. Dezember) sollen bis Mitte des Jahres rund 400 das Unternehmen verlassen, wie der Solar-Zulieferer am Dienstag in Blaubeuren (Alb-Donau-Kreis) mitteilte. Zudem will sich Centrotherm unter anderem stärker auf das Siliziumgeschäft konzentrieren.

Im vergangenen Jahr fiel nach vorläufigen Zahlen vor Zinsen und Steuern (Ebit) ein Verlust von 19,8 Millionen Euro an (Vorjahr: plus 75,4 Millionen Euro). Zum Ergebnis unter dem Strich machte Centrotherm keine Angaben. Vor allem Abschreibungen von 75 Millionen Euro in der zweiten Jahreshälfte hätten zum operativen Minus beigetragen. Der Umsatz stieg zwar um zwölf Prozent auf 698,5 Millionen Euro - damit verfehlte Centrotherm aber sein eigenes Ziel von 710 Millionen Euro.

Zunächst hatte die Centrotherm Photovoltaics AG nach eigener Einschätzung die besonders bei deutschen Solarzellen- und Photovoltaik-Herstellern grassierende Krise nicht so stark bemerkt, denn das Unternehmen beliefert auch große asiatische Produzenten.

Vorstandssprecher Robert Hartung zeigte sich fürs Gesamtjahr aber nicht komplett pessimistisch. So habe das Unternehmen im Bereich Solarzellen und -module gegen den Branchentrend neue Aufträge gewonnen. Die Jahresbilanz legt das Unternehmen am 27. März vor.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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