Rowenta entlässt in Erbach 215 Mitarbeiter
Billigbügeleisen von Rowenta kommen künftig aus China

Der Haushaltsgerätehersteller Rowenta hat am Freitag die 215 Kündigungen für das Werk in Erbach im Odenwald bestätigt. „Wir hatten ursprünglich die Entlassung von 273 Mitarbeitern geplant, uns aber mit dem Betriebsrat auf die kleinere Zahl verständigt“, sagte Reiner Kreisel, Sprecher der Geschäftsführung, in Offenbach der Nachrichtenagentur dpa.

HB ERBACH/OFFENBACH. Das Werk in Erbach, das bislang 575 Beschäftigte zählt, bleibe in jedem Falle bestehen. Rowenta gehört seit 1988 zu französischen SEB-Group, die auch die Marken Moulinex, Krups und Tefal vertritt. Der Stellenabbau werde über Altersteilzeit, Abfindungen und eine Beschäftigungsgesellschaft erfolgen, in der sich Mitarbeiter für maximal ein Jahr bei 80 Prozent der Bezüge weiter qualifizieren können. Bei den Kündigungen werde die Altersstruktur des Werkes berücksichtigt. „Betroffen sind Mitarbeiter jeder Generation“, sagte Kreisel. Bisher beschäftigt Rowenta an den Standorten Erbach und Offenbach rund 1 100 Menschen.

Die Entscheidung, so genannte Billigbügeleisen künftig in China produzieren zu lassen, sei bereits vor mehreren Wochen gefallen. „Wir werden die entsprechenden Teile auf dem dortigen Markt zukaufen“, erläuterte Kreisel. Die Qualitätskontrolle und die Entwicklungsabteilung blieben in Erbach. Dafür werde das Werk in den kommenden Monaten für zwei Millionen Euro modernisiert.

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