Royal Dutch/Shell zahlt Strafe für falsche Angaben über Erdölreserven
Hoher Ölpreis bringt Exxon und Shell fette Gewinne

Der hohe Ölpreis sowie gestiegene Raffineriemargen haben der Ölbranche wieder satte Quartalsgewinne beschert. Der weltgrößte börsennotierte Energiemulti Exxon sowie die Nummer drei, Royal Dutch/Shell, konnten Umsatz und Nettogewinn weiter steigern.

and/tom LONDON/DÜSSELDORF. Die italienische Eni-Gruppe legte beim Vorsteuergewinn um fast 50 Prozent auf 2,6 Mrd. Euro zu. Laut Konzernchef Lee Raymond verbesserten sich bei Exxon alle Bereiche.

Allerdings fällt es den Energieriesen zunehmend schwerer, neue Ölquellen auf der Welt zu erschließen. Bei Shell sank im zweiten Quartal die Öl- und Gasproduktion um fünf Prozent. Der Konzern reduzierte seine Produktionsprognosen: In diesem Jahr erwarte man zwischen 3,7 und 3,8 Mill. Barrel am Tag, 2005 und 2006 werden es nur noch um die 3,5 Mill. Barrel sein. Auch Rivale BP konnte tags zuvor nur einen Zuwachs durch sein im Herbst geschlossenes russisches Joint Venture TNK-BP melden.

Schwerer wiegt jedoch bei Shell, dass der Konzern seit Jahren weniger neue Quellen findet als er ausbeutet. Das wird auch dieses Jahr so blieben, bestätigte Vorstand Malcolm Brinded. Die Erneuerungsquote bei den Reserven werde wieder nur bei „60 bis 80 Prozent“ liegen. Dies sei „enttäuschend, aber es kann noch viel bis Jahresende passieren“, sagte Brinded.

Positiv wurde von Investoren jedoch aufgenommen, dass Shell eine vorläufige Einigung mit der britischen und der US-Börsenaufsicht im Zusammenhang mit den Ermittlungen über falsche ausgewiesene Ölreserven erzielt hat. Die Shell-Aktie legte gestern um drei Prozent zu.

Vorgesehen ist, dass Shell 25,5 Mill. Euro an die FSA in London und 99,5 Mill. Euro an die SEC in New York zahlen wird. Shell nannte die Einigung einen „wichtigen Meilenstein“ und zeigte sich erleichtert über die Höhe der Strafe. „Es ist nicht viel Geld“, hieß es. Die Zahlung bedeute jedoch kein Schuldeingeständnis, sagte Shell-Chef Jeroen van der Veer.

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