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Rückabwicklung: RWE will Berlinwasser verkaufen

Der Energiekonzern RWE hat sich offen für einen Verkauf seiner Beteiligung am Regionalversorger Berlinwasser gezeigt. Vor elf Jahren zahlte der Konzern zusammen mit der französischen Veolia für seine Beteiligung 1,7 Mrd. Euro. RWE wolle die Anteile jetzt zum Einstandspreis von 850 Mio. Euro loswerden.

RWE-Turm in Essen: Der Energiekonzern will seine Beteiligung an Berlinwasser verkaufen. Quelle: dpa
RWE-Turm in Essen: Der Energiekonzern will seine Beteiligung an Berlinwasser verkaufen. Quelle: dpa

FRANKFURT. Der Energiekonzern RWE hat sich offen für einen Verkauf seiner Beteiligung an Regionalversorger Berlinwasser gezeigt. "Wir sind bereit, über einen Verkauf unseres Anteils zu reden", sagte ein RWE-Sprecher am Wochenende. Nach einem Bericht des "Spiegels" hat Berlins Wirtschaftssenator Harald Wolf (Linke) vergangene Woche am Rande einer Aufsichtsratssitzung des Unternehmens Sondierungsgespräche aufgenommen.

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RWE und die französische Veolia hatten vor elf Jahren 49,9 Prozent des Wasseranbieters vom Land übernommen und dafür 1,7 Mrd. Euro bezahlt. Als Gegenleistung für den hohen Kaufpreis billigte Berlin den beiden Unternehmen eine hohe Vergütung zu - die Wasserpreise in der Hauptstadt zählen zu den höchsten im Bundesgebiet. Viele Berliner sind nicht mehr bereit, diese zu bezahlen und drängen die Politik daher auf eine Rückabwicklung der Übernahme.

Konzern will Einstandspreis

Dies sollte schwer werden. Zwar könnte Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) den privat gehaltenen Anteil zurückkaufen, entsprechende Kreditgeber stünden dem Vernehmen nach bereit. Aber Veolia sträubt sich gegen einen Rückzug von Berlinwasser. Die Beteiligung solle als Leuchtturm für einen Ausbau des deutschen Wassergeschäfts dienen, so ein Beteiligter. Aber auch eine Rücknahme des RWE-Anteils ist kein Selbstläufer. RWE will die Beteiligung zum Einstandspreis von 850 Mio. Euro loswerden, hieß es. Angesichts der Aussicht auf sinkende Preise in Berlin eine optimistische Bewertung.

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