Rückgang bei Umsatz und Gewinn
Holcim leidet unter Währungsentwicklung

Der Schweizer Zementkonzern Holcim hat im ersten Halbjahr 2003 wegen der schwachen Konjunktur und der ungünstigen Währungsentwicklung einen Rückgang bei Umsatz und Gewinn verzeichnet. Der Gewinn sank entsprechend der Analystenerwartungen um 6,5 % auf 273 Mill. Franken.

Reuters ZÜRICH. Mit Blick auf das Gesamtjahr geht Holcim nach weiteren Angaben vom Donnerstag davon aus, dass währungsbereinigt die finanziellen Resultate des Vorjahres übertroffen werden können. Die positive Margenentwicklung des ersten Halbjahres dürfte sich im zweiten Semester fortsetzen, hiess es weiter.

Der Umsatz sei im ersten Halbjahr um 9,9 % auf 5804 Mill. Franken zurückgegangen. In Lokalwährungen verringerte sich der Umsatz des nach der französischen Lafarge zweitgrössten Zementkonzerns um 1,1 %. Die Wachstumsverflachung des ersten Quartals habe sich akzentuiert. Insbesondere in den USA sei die Auftragslage verhalten geblieben. Holcim verwies auf die Liefereinbussen wegen der lange anhaltenden Kälteperiode und die verschärfte Preissituation.

Dank Kosteneinsparungen und Produktivitätssteigerungen habe Holcim beim operativen Ergebnis einen Teil der ungünstigen Rahmenbedingungen wettgemacht. Der Betriebsgewinn ging den Angaben zufolge um 5,5 % auf 884 Mill. Franken zurück. Damit verbesserte Holcim die Betriebsgewinn-Marge auf 15,2 (Vorjahr 14,5) Prozent und die betriebliche Ebitda-Marge stieg auf 26,3 (25,7) Prozent. Mittelfristig will Holcim die betriebliche Ebitda-Marge auf 30 % verbessern. Im Juni hatte Holcim für 2003 eine Verbesserung des Reingewinns, des Betriebsgewinns und der betrieblichen Ebitda-Marge in Aussicht gestellt.

Holcim erzielte 2002 bei einem Umsatz von 13,010 Mrd. Franken einen Gewinn von 506 Mill. Franken und einen Betriebsgewinn von 1,903 Mrd. Franken. Die Ebitda-Marge belief sich auf 25,7 %. Die Unsicherheit in Bezug auf die wirtschaftliche Entwicklung der USA und bei den Währungen erschwere eine Prognose für den Geschäftsverlauf im zweiten Halbjahr. Für die USA erwarte Holcim einen weiterhin zögerlichen Konjunkturverlauf und leicht sinkende Zementpreise. In Europa sei mit einer langsamen Aufhellung der Marktsituation in Deutschland zu rechnen. Lateinamerika werde weiterhin vom soliden Baustoffbedarf in Mexiko und der anhaltenden Erholung der Zementnachfrage in Argentinien und Chile profitieren. Mit einem Anteil von rund 44 % am Betriebsgewinn ist Lateinamerika die mit Abstand wichtigsten Konzernregion für Holcim.

Von Reuters befragte Aktienanalysten hatten für das erste Halbjahr durchschnittlich einen Umsatz von 5845 Mill. Franken, einen operativen Gewinn von 901 Mill. Franken und einen Reingewinn von 272 Mill. Franken prognostiziert.

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