Rückgang im Gesamtjahr 2003: Gewinn von Altria verglimmt

Rückgang im Gesamtjahr 2003
Gewinn von Altria verglimmt

Der rückläufige Absatz in Deutschland, Frankreich und Italien hat im vergangenen Jahr den Gewinn des weltgrößten Zigarettenherstellers Altria Group Inc. gedrückt. Auch ein starkes Schlussquartal 2003 konnte den Rückgang nicht verhindern.

HB NEW YORK. Der Jahresumsatz legte zwar um 1,8 % auf 81,8 Mrd. Dollar (65,1 Mrd. €) zu, der Jahresgewinn fiel jedoch um 17,1 % auf 9,2 Mrd. Dollar. Dies hat Altria mit Sitz in New York am Mittwoch bekannt gegeben. Der US-Konzern mit seinen bekannten Marken Marlboro und Kraft hat den Gewinn im vierten Quartal dank besserer Ergebnisse im US-Zigarettengeschäft und des schwachen Dollar deutlich gesteigert. Zugleich lieferte das Unternehmen einen unter den Analystenprognosen liegenden Ausblick für 2004.

Der Netto-Gewinn habe in den drei Monaten auf 2,09 Mrd. Dollar oder 1,02 Dollar je Aktie von 1,77 Mrd. Dollar oder 0,85 Dollar pro Anteilschein zugenommen, teilte der in New York ansässige Konzern am Mittwoch mit. In den Zahlen seien für das Berichtsquartal Belastungen von vier Cent je Aktie und im Vorjahr von acht Cent je Anteilschein berücksichtigt. Analysten hatten im Schnitt einen Gewinn von 1,06 Dollar je Aktie vorausgesagt.

Den Umsatz weitete Altria den Angaben zufolge um 10,2 % auf 20,69 Mrd. Dollar aus. Da der Konzern einen großen Teil seiner Produkte außerhalb der USA verkauft, profitierte er stark von der Schwäche des Dollar. Der Wechselkurseffekt habe mit 926 Mill. Dollar zu den Erlösen beigetragen. Ein schwacher Dollar steigert den Wert der im Ausland verkauften Waren.

„Die Wende im Tabakgeschäft in den USA war besonders beeindruckend. Absatzvolumen, Marktanteil und Rentabilität lagen über den Vorjahreswerten“, kommentierte Altria-Chef Louis Camilleri das Ergebnis.

Höhere Steuern und wachsende Konkurrenz durch Billigprodukte und Markenpiraterie machen der US-Tabak-Industrie zu schaffen. Durch höhere Werbeaufwendungen und neue Produkte sei es der Altria-Tochter Philip Morris jedoch gelungen, das Kundeninteresse an ihren Produkten aufrecht zu erhalten, teilte das Unternehmen mit. Dabei baute die Tabak-Tochter sogar den Anteil am Einzelhandelsmarkt um einen Prozentpunkt auf 49,1 % aus.

Für das laufende Geschäftsjahr 2004 prognostizierte Altria einen Gewinn je Aktie von 4,57 bis 4,67 Dollar. Darin seien Belastungen von 23 Cent je Aktie berücksichtigt, die unter anderem aus der Umstrukturierung von Kraft Foods resultierten. Analysten haben für 2004 im Schnitt einen Gewinn pro Anteilschein von 4,89 Dollar vorausgesagt.

Kraft hatte am Vortag angekündigt, im Rahmen einer Umstrukturierung weltweit 6 000 Stellen abzubauen. Dadurch werde das Ergebnis vor Steuern mit 1,2 Mrd. Dollar belastet.

Altria-Aktien legten am Mittwoch im Vormittagshandel an der New Yorker Börse in einem freundlichen Marktumfeld ein Prozent auf 55,55 Dollar zu.

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