Rückruf-Aktion
VWs Image in den USA erleidet schweren Rückschlag

VW erleidet in den USA einen empfindlichen Rückschlag. Der Konzern muss knapp 170.000 Autos zurückrufen. Und das gerade jetzt – wo die Kunden dort doch endlich von der VW-Qualität überzeugt werden sollten.
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DüsseldorfVolkswagen steht vor einem Rückruf von knapp 170.000 Autos in den USA. Grund dafür ist ein Problem mit der Einspritzanlage von Modellen mit 2,0-Liter-TDI-Dieselmotoren. Motorvibrationen führen laut der National Highway Traffic Safety Administration zu Lecks in der Kraftstoffzuleitung der Einspritzpumpe führen können. Als mögliche Folge kann theoretisch Sprit austreten und für Brandgefahr sorgen.

Betroffen sind 161.000 Fahrzeuge vom Typ Golf und Jetta ab dem Baujahr 2009 sowie weitere 7100 Audi A3. Laut eines Berichts der Zeitung "Detroit News" könnte rund jedes fünfte zurückgerufene Auto diesen Defekt aufweisen, der möglicherweise auf einen Produktionsfehler bei einem Zulieferer zurückzuführen ist.

Im Laufe des Novembers sollen betroffene US-Kunden benachrichtigt, das Bauteile kostenlos ersetzt und mit zusätzlichen Dämpfern versehen werden. Laut VW sind in Deutschland keine Probleme mit dem baugleichen Dieselaggregat bekannt.

Das Problem trifft VW zur Unzeit. Denn in den USA gelten die Autos des Konzerns bei weitem nicht als so zuverlässig wie hierzulande. Im Frühjahr hatte VW-Chef Martin Winterkorn in den USA zur großen Offensive geblasen.

1,5 Milliarden Euro investierten die Wolfsburger in den letzten Jahren, um in Nordamerika künftig wettbewerbsfähige Autos zu produzieren. Im Mai gab Winterkorn den Startschuss für das Kernprojekt, ein neues Autowerk in Chattanooga im US-Bundesstaat Tennessee. Eine Milliarde Dollar, rund 700 Millionen Euro, kostet allein dieses Werk. "Wir glauben an Amerika als eine der führenden Autonationen der Welt", sagte Winterkorn damals.

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Ausgerechnet bei Diesel-Motoren!

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  • So lange sich VW, Audi usw. mit gekauften Tests bei AMS, Auto-Zeitung (Audi-Zeitung), usw. mit Begriffen wie "Qualitätsanmutung" usw. optimierten Fahrzeugen, usw. die Testsiege erkauft, gibt es in Deutschland immer noch viele Leute, die von der Zuverlässigkeit überzeugt sind, allerdings nur, wenn sie nicht selbst ein solches Fahrzeug fahren dürfen, (Audi A 6) und mehr Zeit in der Werkstatt verbringen, als auf die Kuhhaut geht.

  • ...schon mal in einem Lexus gesessen? -Das ist letzten Endes auch "nur" ein Toyota, zugegebenermaßen im höheren Preissegment angesiedelt, aber VW um Längen voraus...
    Gruß, Motus

  • @VW_Bus_Fahrer
    Das ist es was ich meinte. Mag sein, dass mein Passat kaum in der Pannenstatistik auftaucht. Jede Menge Werkstattaufenthalte habe ich auch ohne Panne. Alle Mängel kursieren durch diverse Internetforen. Die Meister in den Werkstätten tun so, als wäre der Fehler zum 1.Mal bei jemandem aufgetreten. Und dann wird kräftig abkassiert. Bei meinem V6 Passat läuft zur Zeit eine "inoffizielle" Rückrufaktion wegen defekter Zündspulen. Schriftlich macht VW das nicht. Man wird von der Werkstatt angesprochen. Momentan öffnet sich das Schiebedach während der Fahrt selbstständig in Kippstellung. Die Werkstatt hat davon noch nie gehört. Die haben wohl auch kein Internet. Ich muss nächstes Mal auch wieder zu BMW wechseln. Wenn schon ein teures Auto, dann auch Qualität. Wenn ich VW-Qualität haben will, kann ich gleich FIAT fahren. Ist dafür aber um einiges günstiger.

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