Rückrufaktion
Explosiver Senseo-Kaffee

Der Elektronikkonzern Philips muss mehr als eine Million seiner Kaffeepad-Automaten "Senseo" zurückrufen. Grund: In bestimmten Fällen kann der eingebaute Boiler bersten. Das Risiko soll allerdings weniger als drei zu einer Million betragen.

HB AMSTERDAM. Der Elektronikkonzern Philips ruft in Deutschland mehr als eine Million seiner Kaffeepad-Automaten "Senseo" wegen eines Sicherheitsmangels zurück. "Wir wollen verhindern, dass irgendjemand zu Schaden kommt, koste es was es wolle", sagte Philips - Direktor Harry Hendriks am Dienstag in Amsterdam. Die Gefahr für die Verbraucher sei jedoch "äußerst gering".

Nach Angaben des Unternehmens geht es bei den betroffenen "Senseo"-Typen, die aus industriell gefertigten Pads neben normalem Kaffee unter anderem auch Cappuccino oder Latte Macchiato brühen, um ein "minimales" Sicherheitsproblem. Durch erhöhte Kalkablagerungen könne es im Falle eines plötzlichen Spannungsanstiegs zum Bersten des eingebauten Boilers und zum Überschwappen von heißem Wasser kommen. Fälle von Verletzungen seien bislang nicht bekanntgeworden. Das Risiko eines Zwischenfalls betrage weniger als drei zu eine Million, sagte ein Sprecher auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur dpa.

Philips bietet den betroffenen Kunden in Deutschland an, die Maschine kostenlos zu reparieren und verspricht zudem ein Tütchen Entkalkungsmittel. Es geht um Maschinen, die zwischen Juli 2006 und November 2008 hergestellt wurden und die stark verkalkt sind. Die Seriennummern der betroffenen Maschinen und Informationen zum Rückruf finden sich im Internet.

In seiner Bilanz des ersten Quartals weist der Philips-Konzern für die Kosten der Rückrufaktion rund 30 Mio. Euro aus. Über die Kosten für Deutschland konnte der Sprecher nichts sagen. Der Rückruf gilt auch für andere Länder wie Frankreich und die USA. Die Konditionen für Reparatur oder Ersatz der Geräte variierten von Markt zu Markt. (Internet: www.reparatursenseo.

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