Rückrufe kein Zeichen für mangelnde Sicherheit
Zahl der Rückrufaktionen steigt

Immer mehr Autos werden in Deutschland wegen Sicherheitsmängeln in die Werkstätten gerufen. Das geht aus dem Jahresbericht des Kraftfahrtbundesamtes hervor, wie die Tageszeitung „Die Welt“ am Montag berichtete. Der Verband der Automobilindustrie (VDA) sieht darin aber genauso wie Branchen-Experten und Verkehrsministerium kein Zeichen für mangelnde Sicherheit.

HB FRANKFURT/BERLIN. „Rückrufaktionen haben mittlerweile immer mehr eine vorsorgende Funktion“, teilte der Verband am Montag in Frankfurt auf Anfrage mit. „Dass ihre Zahl gestiegen ist, heißt noch nicht, dass die Autos pauschal mehr Mängel aufweisen.“ Die Hersteller seien sensibler geworden und agierten heute schon beim kleinsten Anzeichen. Oft gehe es dabei um mehr Komfort, und nicht um Sicherheit.

Das Bundesverkehrsministerium in Berlin ist ähnlicher Ansicht: Die Entwicklung der Rückrufzahlen bedeute nicht, dass die Autos unsicherer würden, sondern, dass stärker auf jedes Detail geachtet werde, wurde am Montag in Berlin betont. „Wir sehen darin keine Gefahr sondern die Gründlichkeit der Arbeit“, sagte ein Sprecher. Ähnlich äußerte sich ein Automarkt-Experte in einem Agentur-Gespräch in Bochum.

Laut dem "Welt"-Bericht, der nach Worten des Ministeriumssprechers schon seit längerem auf den Internetseiten des Kraftfahrtbundesamtes verfügbar ist, hat die Zahl der Rückrufaktionen in Deutschland 2003 den höchsten Stand seit der Wiedervereinigung erreicht. Insgesamt habe es im vergangenen Jahr 144 Rückrufaktionen gegeben - ein Plus von 13 % gegenüber 2002. Von den Aktionen seien 2003 insgesamt 939 884 Fahrzeuge und Halter betroffen gewesen.

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