Rückschlag bei Großanlagenbau
Gea steigert Ergebnis deutlich

Im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres hat der Anlagenbauer Gea deutlich mehr verdient als im Jahr zuvor. Das Bochumer Unternehmen erlitt bei der Sanierung der nicht mehr zum Kerngeschäft zählenden Sparte Großanlagenbau allerdings einen Rückschlag.

HB DÜSSELDORF. Der Ergebnis nach Steuern sei auf 10,6 Mill. Euro von 1,3 Mill. Euro im Vorjahr gestiegen, teilte Gea am Donnerstag mit. Damit blieb der Konzern unter den Schätzungen von Analysten, die im Schnitt mit 14 Mill. Euro gerechnet hatten. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) stieg um 74 Prozent auf 26,9 Mill. Euro. In ihren zum Kerngeschäft zählenden Sparten konnte die in Frankfurt früher als MG Technologies und davor als Metallgesellschaft firmierende Gesellschaft die operativen Ergebnisse verbessern. „Der Konzernumsatz wird sich deutlich verbessern und das operative Ergebnis dabei überproportional zunehmen“, bekräftige der Gea-Vorstand seine Prognose für 2006.

Im Großanlagenbau, über dessen Verkauf das Unternehmen in diesem Jahr entscheiden will, weitete Gea die Verluste auf 7,1 von 5,0 Mill. Euro im Vorjahreszeitraum aus. Der Umsatz lag hier mit 265 Mill. Euro zudem leicht unter Vorjahresniveau. Belastet worden sei das Ergebnis in der Sparte vor allem durch eine schlechtere Entwicklung bei der Tochter Zimmer. Diese stellt unter anderem Anlagen für die Textil- und Verpackungsindustrie her.

Die zum Großanlagenbau gehörende Tochter Lurgi konnte nach Angaben des Unternehmens im zweiten Quartal Aufträge im Wert von mehr als 260 Mill. Euro an Land ziehen. Hierzu gehören der Bau einer Wasserstoffanlage in Malaysia und eine Bioethanolanlage in den USA. Noch im Mai sollten Aufträge für zwei Biodieselanlagen in Europa mit einem Gesamtvolumen von rund 80 Mill. Euro hinzukommen, hieß es.

Gea-Chef Jürg Oleas zählt den Großanlagenbau jedoch nicht mehr zum Kerngeschäft und hat angekündigt, im Jahresverlauf über einen Verkauf der Sparte zu entscheiden. Der Bereich hatte Gea zufolge gegen Ende des vergangenen Jahres wieder schwarze Zahlen geschrieben und im Gesamtjahr 2005 den operativen Verlust (Ebit) um 78 Prozent auf 10,2 Mill. Euro verringert. Gea erklärte, die höheren Verluste der Sparte im ersten Quartal seien erwartet worden. „Der Großanlagenbau wird sich beim operativen Ergebnis weiter verbessern“, fügte der Konzern hinzu.

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