Rüsselsheim wird aufgewertet
GM streicht weniger Stellen bei Opel

Im Rahmen der Opel-Sanierung fallen weniger Stellen weg als geplant. Auch wird es nicht zu betriebsbedingten Kündigungen kommen, sagte Betriebsrat Franz.

HB BERLIN. Der Autohersteller General Motors (GM) streicht bei seiner deutschen Tochter Opel rund 500 stellen weniger als bisher geplant. Das sagte der Vorsitzende des Gesamtbetriebsrates bei Opel, Klaus Franz, der dpa. «In den Verhandlungen über die Umsetzung der Sanierung haben wir die Zahl jetzt auf rund 6000 Stellen reduziert», sagte Franz.

Im Opel-Stammwerk in Rüsselsheim habe man die Zahl der abzubauenden Stellen von 2900 auf 2700 nach unten korrigiert, in Kaiserslautern von 435 auf 235 Arbeitsplätze. Der Rest entfalle auf Bochum. Hier sollten rund 3050 Mitarbeiter bis 2007 mit einer Abfindungen ausscheiden.

Wie Franz zudem der «Automobilwoche» sagte, wird es nicht zu betriebsbedingten Kündigungen kommen. Es würden genügend Mitarbeiter in die Transfergesellschaft wechseln, zitierte das Blatt Franz am Samstag vorab. «Wir sind auf dem besten Weg, den ersten Teil unseres Restrukturierungs- programms - und damit die schärfsten Einschnitte nach dem Zweiten Weltkrieg - zu bewältigen», sagte Franz. Eine endgültige Bilanz gebe es am 25. Februar. Dann läuft die Frist aus, bis zu der sich Mitarbeiter freiwillig für das Abfindungsprogramm melden können. Der Mutterkonzern GM stellt für die Abfindungen rund 750 Millionen Euro bereit.

Der zweite Teil des Sanierungspakets, der die Themen Arbeitskosten, Produktionsaufträge und Standortsicherung betreffe, verläuft nach Franz' Worten schwieriger. «Ob die Verhandlungen über den Zukunftspakt bis Ende Februar abgeschlossen werden, vermag ich inzwischen nicht mehr zu sagen», sagte er.

Dem Bericht nach hat der Opel-Standort Rüsselsheim im weltweiten GM-Verbund weiter an Bedeutung gewonnen. Wie GM-Entwicklungschef Bob Lutz der «Automobilwoche» sagte, erhält Opel die Verantwortung für die Entwicklung und das Design der 1985 gegründeten US-Marke Saturn.

Die zweite Schwestermarke neben Vauxhall solle Lutz zufolge «nur die Marketing-Leute und Händler behalten und in Zukunft ohne Backoffices arbeiten». Wie viele Arbeitsplätze dadurch bei Saturn in Nordamerika wegfallen, habe Lutz offen gelassen. Eine Produktion von Saturn-Modellen in Deutschland werde aber vorerst ausgeschlossen.

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