Rüstungsbranche
A400M zwingt Thales auf Sparkurs

Beim französischen Rüstungskonzern Thales brechen sparsame Zeiten an. Grund: die hohen Mehrkosten für den Militärtransporter A400M. Das Projekt kommt Thales nun teuer zu stehen.
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HB PARIS. Die hohen Mehrkosten für den Militärtransporter A400M und andere Programme zwingen den französischen Rüstungselektronik-Konzernriesen Thales auf Sparkurs. Binnen fünf Jahren soll die Produktivität um 1,3 Mrd. Euro gesteigert werden. Außerdem erneuert der vom Staat durchgesetzte neue Konzernchef Luc Vigneron das Management, um einen Konzernumbau voranzutreiben. Angesichts der Dollarschwäche und der Krise auf dem Luftfahrtmarkt sei der Umbau unumgänglich, erklärte Vigneron am Freitag.

Presseberichten zufolge strebt die französische Regierung einen Austausch von Konzernteilen zwischen Thales und dem Triebwerkbauer und Elektronikkonzern Safran an. Thales solle das Safran-Geschäft mit Optronik, Flugdrohnen, Raketensteuerung, Navigations- und Sensortechnik mit rund einer Milliarde Euro Umsatz übernehmen. Safran solle im Gegenzug Thales-Bereiche wie die Biometrie sowie Bargeld erhalten. Die Regierung hatte zuvor verhindert, dass der Airbus - Konzern EADS bei Thales einsteigt.

Thales kam 2008 mit 68 000 Mitarbeitern in 50 Staaten auf 12,7 Mrd. Euro Umsatz. Im ersten Halbjahr 2009 schrumpfte der Gewinn von 289 Mio. auf zwölf Mio. Euro zusammen. Ein Grund waren Entwicklungsprobleme bei der A400M-Flugsteuerung, für die 102 Mio. Euro zurückgestellt wurden. Der Umsatz stieg um zwei Prozent auf 5,74 Mrd. Euro.

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