Rüstungsbranche
BAE Systems profitiert vom Krieg

Die Kriege im Irak und in Afghanistan haben dem britischen Rüstungsunternehmen BAe Systems eine kräftige Gewinnsteigerung beschert. Das „hohe Tempo“ der beiden militärischen Operationen habe insbesondere dem Geschäft mit landgestützten Systemen Auftrieb gegeben, teilte das Unternehmen in London mit.

HB LONDON. BAE Systems wies für das erste Halbjahr einen Nettogewinn von 515 Millionen Pfund (760 Millionen Euro) aus, 27 Prozent mehr als im gleichen Vorjahreszeitraum. Der Umsatz stieg um 8,0 Prozent auf 6,89 Milliarden Pfund (10,17 Milliarden Euro). Das Unternehmen sei mit Erfolg in den besonders wachstumsträchtigen Bereichen des US-Verteidigungsmarktes aktiv gewesen, erklärte BAE. Die Londoner Aktienbörse honorierte die Zahlen mit einem Kursaufschlag von 3,4 Prozent.

Das größte britische Rüstungsunternehmen sieht sich zurzeit mit Ermittlungen wegen Waffengeschäften mit Saudi-Arabien konfrontiert. BAE wird vorgeworfen, dass beim Abschluss der Verträge Bestechung im Spiel war. Dies hat das Unternehmen zurückgewiesen. Die britische Regierung hat eine Untersuchung dazu abgebrochen und dies mit sicherheitspolitischen Gründen erklärt. Beim US-Justizministerium ist aber noch eine Untersuchung im Gange.

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