Rüstungsbranche
EADS-Mitarbeiter protestieren gegen Kürzungen

Aus EADS wird bald Airbus. Einher mit der Namensänderung geht der Umbau hin zu mehr ziviler Luftfahrt. Die Beschäftigten wollen die Härten nicht ausgleichen. Auf den ersten „Warnschuss“ könnten weitere Aktionen folgen.
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HamburgTausende Beschäftigte bei EADS fürchten um ihre Jobs. Der Konzern, der ab Januar den Namen seiner wichtigsten Tochter Airbus annimmt, muss sein schwächelndes Rüstungsgeschäft straffen, neu aufstellen und umbauen. Ohne harte Einschnitte und den Abbau von Arbeitsplätzen werde das nicht gehen, betont Konzernchef Thomas Enders. Während die Kassen von EADS dank der glänzenden Geschäfte von Airbus klingeln, muss Enders den Mitarbeitern der kriselnden Wehrtechnik einiges zumuten. Die IG Metall will das nicht kampflos hinnehmen.

Bei eisigen Temperaturen ruft sie am Donnerstag an deutschen Standorten zu Protesten auf - und verspricht Enders einen heißen Tanz. Der will knapp drei Wochen vor Weihnachten den Betriebsräten erklären, wie viele Jobs gestrichen werden. „So einfach lassen wir uns jetzt nicht von einem Haufen wildgewordener Monopoly-Spieler auf die Straße setzen“, ruft EADS-Betriebsrat Thomas Pretzl vor rund 2000 Beschäftigten im bayerischen Manching. Dort wird der Eurofighter montiert. Für zweieinhalb Jahre reichen die Bestellungen noch.

Trotzdem sieht es für die Rüstung insgesamt düster aus. Die EADS-Tochter Cassidian bekommt die Sparpolitik der europäischen Regierungen deutlich zu spüren. Und im internationalen Wettbewerb ist es schwierig, Waffensysteme wie den Eurofighter zu verkaufen. Probleme wie beim Transportflugzeug A400M kommen hinzu, neue Projekte werden geschoben, Bestellungen etwa für Hubschrauber gestrichen. Enders wollte den Problemen mit Größe begegnen und EADS mit dem britischen Rüstungsriesen BAE Systems zusammenschließen.

Doch die Politik - vor allem in Berlin - stoppte das Fusionsprojekt, von dem sich Enders viel erhofft hatte. Gleich danach kündigte er an, dass nun alles auf den Prüfstand müsse. Die Ergebnisse dieser Prüfung waren offenkundig ernüchternd. In einem ersten Schritt verkündete Enders einen grundlegenden Umbau des gesamten Konzerns. Die Raumfahrttochter Astrium soll mit dem Rüstungsgeschäft Cassidian zur Sparte Airbus Defence & Space werden.

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„Das werden wir aber nicht mitmachen.“

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  • "öffentliche Aufträge, von denen die Wehrtechnik lebt, sind rar."

    Jetzt zeigen sich die Folgen einer übertriebenen Sparpolitik im Militärbereich.

    Während Asien massiv aufrüstet, spart sich Europa fast zu Tode.

    Der Vorfall 2012 in Argentinien, als Kirchner dem span. Konzern Repsol die Tochterfirma klaute, wäre eine Gelegenheit für Europa gewesen, Einigkeit zu demonstrieren und militärisch einzugreifen um dieses
    Unrecht aus der Welt zu schaffen, und Nachahmungstäter
    abzuschrecken. Man denke nur an die Patentgeschichte in Indien, wo zwei europ. Firmen bestohlen wurden und werden.

    Die aktuelle friedliche Einigung zwischen Argentinien und Span. Repsol bedeutet wenig.

    Schließlich ist Argentinien finanziel so dermaßen klamm, daß sie die ohnehin wenig atraktive Einigung nicht einhalten wird.

    Militärische Stärke zum Zwecke der Abschreckung zahlt sich immer aus.

    Und würde auch die jetzt bedrohten Arbeitsplätze im Produktionsbereich gut absichern.

    Und würde auch verhindern, daß zwecks Erreichung eines
    Auftrages europ. Militär Know-How verschenkt wird
    (was in Südkorea bei EADS passieren könnte).



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