Rüstungsindustrie EADS-Chef warnt vor Jobverlusten in Deutschland

Eurofighter, Militärtransporter A400M, Transporthubschrauber NH 90: EADS ist mit Abstand der größte Rüstungslieferant der Bundeswehr. Doch Bundesverteidigungsminister Karl Theodor zu Guttenberg will womöglich Investitonen zurückfahren. Der Chef des Luft- und Raumfahrktonzerns, Louis Gallois, warnt vor Jobverlusten in Deutschland.
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EADS-Chef Gallois: Europa muss in der Lage sein, selbst unbemannte Flugzeuge zu entwickeln." Quelle: ap

EADS-Chef Gallois: Europa muss in der Lage sein, selbst unbemannte Flugzeuge zu entwickeln."

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HB DÜSSELDORF. Europas größter Luft- und Raumfahrktonzern EADS warnt vor Jobverlusten in der deutschen Rüstungsindustrie. "Wenn EADS die Verteidigungsaktivitäten in unseren Heimatländern signifikant zurückfahren muss, wird das wahrscheinlich Auswirkungen auf Jobs haben", sagte EADS-Chef Louis Gallois im Interview mit dem Handelsblatt. Gallois bezieht damit Stellung zu Plänen von Bundesverteidigungsminister Karl Theodor zu Guttenberg, der erhebliche Einschnitte bei Beschaffungsprojekten plant.

EADS ist mit Produkten wie dem Kampfflugzeug Eurofighter, dem Militärtransporter A400M oder dem Transporthubschrauber NH 90 mit Abstand der größte Rüstungslieferant der Bundeswehr. Guttenbergs Ministerium stellt derzeit alle Projekte auf den Prüfstand, im Gespräch sind Einsparungen von bis zu 8,3 Mrd. Euro in den kommenden vier Jahren. Erst vor wenige Wochen hatte die IG Metall in München vor dem Verlust von 15 000 Arbeitsplätzen in Deutschland gewarnt, sollten die geplanten Kürzungen umgesetzt werden.

Gallois warb erneut für die Entwicklung und den Bau der Drohne Talarion, für die es bislang keinen Entwicklungsauftrag gibt. "Europa muss in der Lage sein, selbst unbemannte Flugzeuge zu entwickeln. Das ist eine Frage der nationalen Souveränität.", sagte der EADS-Chef. "Wenn wir bei den Neu-Entwicklungen kürzen, setzten wir die Zukunft des Unternehmens aufs Spiel", sagte Gallois. Um dem Spardruck in Europa zu entkommen, ist das Unternehmen auf der Suche nach Zukäufen, vornehmlich in der US-Verteidigungsbranche. "Wir haben die Kapazität, hier ein bis zwei Milliarden Euro zu investieren", sagte Gallois.

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