Rüstungskonzern
Finmeccanica bleibt bei Umsatzprognose

Der italienische Rüstungskonzern will trotz eines Gewinneinbruchs seine Jahresziele einhalten. Das wird allerdings schwierig: Weil viele europäische Staaten sparen, brach der Gewinn im ersten Quartal um ein Fünftel ein.
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MailandDer größte italienische Rüstungskonzern Finmeccanica sieht seinen Sanierungskurs trotz eines Gewinneinbruchs zu Jahresanfang nicht gefährdet. Konzernchef Giuseppe Orsi bekräftigte am Donnerstag die Ziele für Umsatz und Vorsteuergewinn 2012. Die staatlichen Sparmaßnahmen in Finmeccanicas wichtigsten Märkten Italien, Großbritannien und USA ließen den Kerngewinn im ersten Quartal allerdings um 20 Prozent auf 173 Millionen Euro einbrechen. Der Umsatz sank im Rahmen der Expertenprognosen um 4,4 Prozent auf 3,7 Milliarden Euro. Nach einem Milliardenverlust im vergangenen Jahr zeigten die Ergebnisse aber „erste und ermutigende Anzeichen dafür, dass der Konzernumbau und die geplante Verbesserung der Effizienz Fortschritte machen“, sagte Orsi.

Die Anleger überzeugte dies aber offenbar nicht: Die Aktie verlor am Vormittag 1,6 Prozent.

Der nach dem Autobauer Fiat größte italienische Industriekonzern kämpft mit den Folgen der Schuldenkrise und eines Korruptionsskandals. Um noch in diesem Jahr die Wende zu schaffen und eine Herabstufung der Kreditwürdigkeit auf Ramschniveau zu vermeiden will das Unternehmen Geschäftsteile im Umfang von einer Milliarde Euro verkaufen. Dazu gehört neben der Energiesparte auch die Bahntechnik-Tochter Ansaldo, an der auch Siemens interessiert sein soll. Dazu äußerte sich Orsi aber nicht.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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