Rüstungskonzern
Finmeccanica macht Millionenverlust

Nach einem Korruptionskandal kommt Finmeccanica nicht aus der Krse. Italiens größter Rüstungskonzern muss wegen Abschreibungen auf die US-Rüstungselektroniksparte einen Millionenverlust ausweisen.
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Mailand/RomAbschreibungen haben dem italienischen Rüstungskonzern Finmeccanica im vergangenen Jahr erneut einen Verlust eingebrockt. Das Unternehmen verbuchte nach Wertberichtigungen auf seine US-Rüstungselektroniksparte DRS ein Minus von 786 Millionen Euro, wie der in Rom ansässige Industriekonzern am Dienstag mitteilte. 2011 hatte der Staatskonzern einen Fehlbetrag von 2,3 Milliarden Euro ausgewiesen.

Finmeccanica wurde im vergangenen Jahr von einem Korruptionsskandal erschüttert. Der damalige Firmenchef Giuseppe Orsi wurde verhaftet. Ihm wird vorgeworfen, Schmiergelder nach Indien gezahlt zu haben, damit der Konzern den Auftrag erhält. Orsi bestreitet ein Fehlverhalten.

Für das laufende Jahr rechnet der neue Firmenchef Alessandro Pansa mit einer Rückkehr in die Gewinnzone trotz voraussichtlich rückläufiger Umsatzerlöse. Finmeccanica strukturiert sich derzeit um und legt seinen Fokus auf Rüstung sowie Luft- und Raumfahrt. Eigentlich wollte Finmeccanica bereits am 12. März über seine Geschäfte informieren. Das Unternehmen musste die Bilanzvorlage nach dem Skandal jedoch verschieben.


Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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