Rüstungskonzern: Lagardere schließt Verkauf von EADS-Anteil aus

Rüstungskonzern
Lagardere schließt Verkauf von EADS-Anteil aus

Arnaud Lagardere, Chef des gleichnamigen Medien- und Rüstungskonzerns, will seine Anteile an EADS behalten - zumindest bis zum Jahresende. Dann müsse das Thema neu überlegt werden, so der Franzose.
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ParisDer französische Medien- und Rüstungskonzern Lagardere hat einen Verkauf seiner EADS -Beteiligung vor September ausgeschlossen. „Wir werden sicher nicht bis Juli, August oder September verkaufen“, sagte Arnaud Lagardere, Chef des gleichnamigen Unternehmens, am Dienstag anlässlich der Vorlage des Umsatzes für das abgelaufene Geschäftsjahr. Am Ende des Jahres müsse dieses Thema neu überlegt werden, sagte er. „Ich habe mit niemandem einen Vertrag, der besagt, dass wir für Jahre an der Beteiligung festhalten.“

Lagardere ist für den Verwaltungsratsvorsitz bei EADS vorgesehen und hält 7,5 Prozent am Konzern. Sein Vater war ein Gründungsmitglied der EADS, die im Jahr 2000 aus der Fusion der deutschen DaimlerChrysler Aerospace AG (Dasa), der französischen Aérospatiale Matra und der spanischen Casa entstand. Die Eignerschaft an EADS ist zwischen Deutschland und Frankreich exakt geteilt. Beide Seiten verfügen über verschiedene Investoren knapp 22,5 Prozent am EADS-Aktienkapital.

Lagardere wies unterdessen für das abgelaufene Geschäftsjahr eine stabile Umsatzentwicklung aus: In den zwölf Monaten wurde ein Umsatz von 7,66 Milliarden Euro erwirtschaftet. Schwächer lief es im wichtigen Bücher-Geschäft, wo Lagardere mit der Bertelsmann AG konkurriert. In dem Bereich erzielen die Franzosen rund 60 Prozent ihres Betriebsgewinns. Der Umsatz der Buchsparte sank nun auf vergleichbarer Basis um 4,4 Prozent auf 2,03 Milliarden Euro. Die Jahresbilanz will Lagardere am 8. März vorlegen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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