Rüstungskonzern Rheinmetall bringt Autosparte an die Börse

Deutschlands größter Rüstungshersteller Rheinmetall hat den Börsengang seiner Autosparte KSPG AG beschlossen. In Zukunft will der Konzern schrittweise die Mehrheit und damit die Kontrolle an dem Zulieferer abgeben.
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Konzernverwaltung der Rheinmetall AG in Düsseldorf Quelle: dpa

Konzernverwaltung der Rheinmetall AG in Düsseldorf

(Foto: dpa)

DüsseldorfAm späten Montagabend beschlossen Vorstand und Aufsichtsrat des Rüstungskonzerns Rheinmetall bis Mitte des Jahres ihre Automotive-Sparte KSPG AG an die Börse zu bringen. „Nach einem Börsengang wird Rheinmetall zunächst mehrheitlich an KSPG beteiligt bleiben, beabsichtigt aber in Schritten die Kontrolle abzugeben“, hieß es in einer entsprechenden Konzermitteilung.

Die Autosparte von Rheinmetall hat 11.500 Mitarbeiter. 2011 kletterte der Umsatz um fast 17 Prozent auf 2,31 Milliarden Euro. Damit wurde der Umsatzhöchststand vor der Wirtschaftskrise von 2,25 Milliarden Euro übertroffen. Der operative Gewinn (Ebit) der Autosparte stieg um 86 Prozent auf 151 Millionen Euro. Das entspricht ebenfalls einer Rekordmarke.

Die KSPG AG stellt unter anderem Motoren-Kolben und -Blöcke sowie Pumpen her und ist die zweite Säule von Rheinmetall, neben der Rüstungssparte. Diese produziert gepanzerte Fahrzeuge, Flugabwehrsysteme, Waffen und Munition. Für den Kampfpanzer Leopard 2 liefert sie beispielsweise die Kanone, Elektronik und Munition.

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