Rüstungskonzern Rheinmetall setzt auf Rüstungsboom

Rheinmetall rechnet in den nächsten fünf Jahren durchschnittlich mit zweistelligen Wachstumsraten im Geschäft mit Waffen und Munition. Auch in Deutschland hofft das Unternehmen auf Milliardenaufträge.
Update: 23.03.2017 - 13:28 Uhr Kommentieren
Boomende Rüstungsgeschäfte und Wachstumschancen in der Automobilzulieferung stimmen Chef Armin Papperger auch für 2017 zuversichtlich. Quelle: dpa
Rheinmetall

Boomende Rüstungsgeschäfte und Wachstumschancen in der Automobilzulieferung stimmen Chef Armin Papperger auch für 2017 zuversichtlich.

(Foto: dpa)

DüsseldorfGute Geschäfte mit Waffen und Munition haben dem Rüstungskonzern und Autozulieferer Rheinmetall einen kräftigen Gewinnsprung beschert. Der Überschuss stieg im vergangenen Jahr um 32 Prozent auf 200 Millionen Euro, teilte das Unternehmen am Donnerstag in Düsseldorf mit. Vorstandschef Armin Papperger sprach in einer Mitteilung von einem „allgemeinen Trend zur verstärkten Sicherheitsvorsorge sowohl innerhalb der NATO wie auch in anderen Kundenländern“.

Bereits Anfang März hatte Rheinmetall mitgeteilt, dass sein Umsatz 2016 um acht Prozent auf 5,6 Milliarden Euro gestiegen sei. Umsatz und Gewinn der Rüstungssparte wuchsen je um mehr als zehn Prozent. Für die Auto-Zuliefersparte vermeldete der Konzern am Donnerstag einen Umsatzzuwachs von 2,5 Prozent.

Einen Teil der Gewinnsteigerung reicht das Unternehmen an seine Aktionäre weiter. Für 2016 sollen die Anteilseigner eine Dividende von 1,45 Euro je Aktie erhalten, hieß es. Das sind 35 Cent mehr als im Vorjahr, Analysten hatten mit weniger gerechnet. Für das laufende Jahr rechnete Papperger damit, dass Umsatz und operativer Gewinn (Ebit) weiter wachsen. Im Vergleich zu 2016 seien je vier bis fünf Prozent mehr zu erwarten.

  • dpa
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