Rüstungskonzern
Rheinmetall setzt sich höhere Ziele

Der größte Rüstungskonzern Deutschlands steigert seinen Halbjahresgewinn und hebt seine Prognose an. Der Börse reicht das aber nicht.
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DüsseldorfDer Rüstungskonzern Rheinmetall wird etwas zuversichtlicher. Das Unternehmen mit Sitz in Düsseldorf hob am Freitag seine Gewinn- und Umsatzprognosen für das laufende Geschäftsjahr an. Der Panzerhersteller will nun 4,4 bis 4,5 Milliarden Euro umsetzen, bislang hatte Rheinmetall 4,3 Milliarden in Aussicht gestellt. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) soll zwischen 350 und 370 Millionen Euro erreichen, zuvor am Freitag mit. Bislang hatte Vorstandschef Klaus Eberhardt einen Gewinn von 330 bis 360 (Vorjahr: 297) Millionen vorhergesagt.

Rheinmetall habe in den ersten sechs Monaten neben der Rüstungssparte auch von Zuwächsen im Geschäft mit Autoteilen profitiert, teilte das im MDax notierte Unternehmen mit. Die Düsseldorfer hatten am Vorabend mitgeteilt, für die Sparte einen Börsengang zu prüfen.

Dennoch gab die Aktie zum Handelsstart mehr als drei Prozent nach. Die Investoren störten sich offenbar daran, dass Rheinmetall die Gewinnerwartungen im ersten Halbjahr nicht erfüllen konnte. Unter dem Strich steigerte der Konzern das Ergebnis deutlich auf 75 Millionen Euro, Analysten hatten aber ein Viertel mehr vorhergesagt. Der Umsatz kletterte wie erwartet auf 2,1 Milliarden Euro.

Im Geschäft mit Autoteilen profitiert Rheinmetall nach eigenen Angaben von der weltweit anziehenden Automobilkonjunktur. Vor allem in der Antriebstechnik und bei der Abgasreduzierung gebe es eine starke Nachfrage. Rheinmetall-Chef Eberhardt hatte das Geschäft mit Kolben und weiteren Teilen für die Autoindustrie in den
vergangenen Jahren mit einem harten Sparkurs neu aufgestellt. Dazu gehörten auch Werksschließungen und der Abbau tausender Arbeitsplätze.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
Till Hoppe
Till Hoppe
Handelsblatt / Europa - Korrespondent in Brüssel

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