Rüstungskonzern
Rheinmetall will an Autosparte festhalten

Zu einem Tauschgeschäft mit ThyssenKrupp wird es offenbar nicht kommen: Rheinmetall wird sein Geschäft mit der Automobilindustrie nicht abgeben. Konzern-Chef Papperger könnte sich eher andere Alternativen vorstellen.
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BerlinDer Rüstungskonzern Rheinmetall will sein Autogeschäft nicht verkaufen. „Unsere Autosparte werden wir definitiv nicht abgeben“, sagte Konzernchef Armin Papperger der „Süddeutschen Zeitung“ (Montagsausgabe) laut Vorabbericht. Zuletzt war spekuliert worden, im Zuge einer Neuordnung der deutschen Rüstungsindustrie könne es zu einer Art Tauschgeschäft kommen. Rheinmetall könnte den Militärbereich mit der Übernahme der Marinesparte von ThyssenKrupp ausbauen und die eigenen Autozulieferer-Betriebe an ThyssenKrupp abgeben. Dem tritt Papperger entgegen. „Wir sind der größte Hersteller von Motorblöcken und Zylinderköpfen in China, mit einem Wachstum von 20 bis 30 Prozent im Jahr. Warum sollten wir solche Zukunftsfelder aufgeben.“

Rheinmetall produziert vor allem Kolben, Motorblöcke und Gleitlager, aber auch andere Autoteile. Bei der in Düsseldorf ansässigen Aktiengesellschaft mit einem Jahresumsatz von zuletzt 4,6 Milliarden Euro ist das Autogeschäft nicht nur größer als die Militärsparte, sondern im Gegensatz zum Rüstungsbereich auch ein Wachstumsmarkt. Die Herstellung von Panzer-Teilen und anderen Waffenkomponenten würde Papperger, wie er andeutet, gerne durch Fusionen forcieren – etwa mit der Panzerschmiede Krauss-Maffei Wegmann.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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