Rüstungskonzern will mit Informationstechnologie wachsen
Lockheed Martin setzt auf zivile Alternative

Der weltgrößte Anbieter von Militärgütern, der US-Konzern Lockheed Martin, rechnet mit einem Rückgang seiner klassischen Geschäftsbereiche Flugzeugbau und Weltraumtechnik am Umsatz.

DÜSSELDORF. "Der Anteil von Flugzeugen und Raumfahrt von 50 Prozent am Umsatz wird auf ein Drittel abnehmen, vielleicht sogar auf ein Viertel", sagte der Chef von Lockheed Martin, Robert Stevens im Gespräch mit den Handelsblatt (Montagausgabe). Höhere Wachstumsraten erwartet Stevens dafür im Bereich ziviler Informationstechnologie, vor allem bei Anwendungen für die Regierung und bei Produkten für den Heimatschutz.

Lockheed ist auch Systemführer beim mit geschätzen Gesamtkosten von über 200 Mrd. Dollar teuersten Rüstungsprojekt der USA, dem Kampfjet Joint Strike Fighter. Ob künftig weitere Megaprogramme dieser Art folgen, hält Stevens aber für fraglich: "Langfristig ist es wahrscheinlicher, dass der Fokus stärker auf die technische Weiterentwicklung bestehender Waffensysteme und dafür weniger auf neue Programme mit einer großen Stückzahl gelegt wird", sagte der Lockheed-Chef.

In Deutschland hofft Stevens aber auf neue Geschäfte. Lockheed entwickelt unter anderem mit EADS das Raketenabwehrsystem Meads. Mit EADS laufen derzeit auch Gespräche über den Bau eines neuen Raumtransporters für die Nasa.

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