Rüstungssparte
EADS-Chef Enders kündigt „harte“ Einschnitte an

Beim Luft- und Raumfahrtkonzern steht ein strikter Sparkurs in der Rüstungs-Sparte an. Kosten und Personal müssen laut EADS-Chef Enders reduziert werden. Ohne „harte Maßnahmen“ werde es nicht gehen.
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BerlinBeim Luft- und Raumfahrtkonzern EADS stehen scharfe Einschnitte bevor. Firmenchef Tom Enders sagte der „Süddeutschen Zeitung“ (Montagsausgabe), man werde um weitere Reduzierungen bei Kosten und Personal bei der neuen Rüstungs-Division nicht herumkommen. „Im Dezember werden wir dazu Konkretes sagen können. Aber so viel steht jetzt schon fest: Ohne harte Maßnahmen wird es nicht gehen.“

Ziel sei die nachhaltige Steigerung der Ertragsfähigkeit, sagte Enders. „Und wir müssen wettbewerbsfähiger werden, vor allem auf den europäischen Märkten.“ So sei die Rüstungssparte Cassidian zwar am Umsatz gemessen die profitabelste im Konzern. „Aber da ist noch erheblich Luft nach oben. An der Zehn-Prozent-Marke kratzen auch die noch nicht.“

Beim Großraum-Flugzeug A380 sei nach wie vor das Ziel, die Gewinnschwelle ab 2015 zu erreichen. „Das ist auch weiter realistisch“, sagte Enders.

Auf die Frage, ob er im Streit mit der Bundesregierung über einen 600-Millionen-Euro-Kredit für den Bau des neuen A350 Hoffnung habe, dass das Thema zu den Akten komme, sagte Enders: „Für uns ist das Thema erledigt. Wir haben mit der Bundesregierung leider keine Einigung erzielen können.“

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Rüstungssparte : EADS-Chef Enders kündigt „harte“ Einschnitte an"

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  • Wieder mal erstaunlich, dass ausgerechnet die starke deutsch Spart NOCH mehr zum Ergebnis beitragen soll! Das Geld wird gebraucht um dem Linksrheinischen Management sowie der dortigen Forschung noch mehr bezahlen zu können!

  • Seit Jahrzehnten schauen die diversen Bundesregierungen zu wie Frankreich die strategischen Kooperationen bei sich ansiedeln, konzentrieren und die Technologie aus D aussaugen. Das geht von Airbus ueber Aerocopter bis ESA.
    Inkompetenz die in Hochverrat muendet, und kein Wort aus unseren Medien. Die "Freundschaft" mit Frankreich ist eine heilige Kuh, nur das Frankreich diese nicht als Freundschaft sieht soondern offiziel als Kooperation aber damit die Ueberwachung und Ausnutzung Deutschlands meint. "Versailles ohne Krieg" hat die regierungsnahe Le Figaro den Euro genannt, und das war damit auch gemeint.

  • "Für uns ist das Thema erledigt. Wir haben mit der Bundesregierung leider keine Einigung erzielen können.“

    Er sollte noch ergänzen warum...weil sich Airbus nicht an die Absprachen gehalten halt. Die Bundesregierung wollte mit dem Entgegenkommen (mehr R&D in Frankreich) im A350 Programm sicherstellen, dass im Gegenzug das A3x0 Programm (A320 Nachfolger 2020) in Hamburg entwickelt wird. Daraus wird nichts, man will alles vollständig zentralisieren und in DE nur die niedrige Wertschöpfung erhalten. Derart dreist, um auch noch zu behaupten man solle sich über den Mitarbeiterzuwachs erfreuen (Airbus Chef Bregier). Wie im Artikel zu lesen, sieht man schnell wie lange ein Job sicher ist.
    Totalversagen der Bundesregierung und der verzeifelte Versuch zur Schubumkehr, zu spät.

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