Rüstungssparte
IG Metall droht EADS mit Streik

Um betriebsbedingte Kündigungen abzuwenden, hat die IG Metall dem Luftfahrtkonzern EADS mit Streiks gedroht. Die Rüstungssparte des Unternehmens hatte zuvor angekündigt, 600 Stellen in der Verwaltung streichen zu wollen.
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BerlinDie IG-Metall droht wegen eines angekündigten Stellenabbaus in der Rüstungssparte des europäischen Luftfahrtkonzerns EADS mit Arbeitsniederlegungen. Per Tarifvertrag wolle die Gewerkschaft das Management dazu verpflichten, dass es auf betriebsbedingte Kündigungen verzichte, die Existenz der deutschen Standorte garantiere und Investitionen zusage, sagte IG-Metall-Sprecher Bernhard Stiedl dem Nachrichtenmagazin „Focus“ laut Vorabbericht vom Freitag. Wenn Spartenchef Stefan Zoller das nicht mit der Gewerkschaft regele, „werden wir es erzwingen“. Dabei seien auch Streiks nicht ausgeschlossen. „In endgültiger Konsequenz muss man kämpfen“, sagte Stiedl.

Die Sparte mit dem Namen Cassidian will ihr Geschäft in Brasilien, Indien und Nahost ausweiten. Angesichts des stagnierenden europäischen Rüstungsmarkts werde der Umsatzanteil aus Staaten außerhalb der EADS-Gründerländer 2020 bereits 60 Prozent ausmachen, hatte Zoller jüngst gesagt. Gleichzeitig kündigte er den Abbau von rund 600 Stellen in der Verwaltung an.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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