Russischer LKW-Markt
Daimler treibt Einstieg bei Kamraz voran

Der Daimler-Konzern treibt den Einstieg beim russischen Marktführer im Lkw-Markt, Kamaz, voran. Daimler meldete seine Pläne für die Übernahme von Anteilen nach Angaben des Bundeskartellamts zur Genehmigung bei den Wettbewerbshütern an.

HB DÜSSELDORF. Der deutsche Autobauer wolle einen Minderheitsanteil an dem russischen Konkurrenten erwerben, sagte ein Sprecher der Bonner Behörde am Mittwoch.

Kamaz-Chef Sergej Tschemesow hatte zuletzt der russischen Nachrichtenagentur Interfax gesagt, Daimler wolle nach Einbußen durch die Finanzkrise nur noch zehn Prozent der Kamaz-Anteile kaufen. "Daimler war nicht zufrieden mit dem Preisschild von zwei Mrd. Dollar, über das wir bisher geredet haben", hatte der Manager erklärt. Zuvor habe Daimler 42 Prozent der Anteile erwerben wollen. Daimler hatte sich dazu nicht äußern wollen.

Eine Sprecherin hatte nur gesagt, die Verhandlungen mit Kamaz liefen noch. Eine Entscheidung über den Einstieg bei dem russischen Hersteller oder zum Bau eines eigenen Lkw-Werks werde bis Jahresende getroffen. Daimler hat großes Interesse an einer Erweiterung seiner Geschäfte in Russland, da der Fahrzeugmarkt dort schnell wächst. Bislang exportiert Daimler Lkw nach Russland und muss dafür bei der Einfuhr hohe Zölle zahlen.

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