Russischer Magnat
Abramowitsch kauft sich in Goldmine ein

Russlands reichster Unternehmer setzt auf Gold. Für 400 Mill. Dollar hat sich Roman Abramowitsch über seine Moskauer Holding Millhouse einen Anteil von 40 Prozent an Highland Gold Mining gesichert. Das Unternehmen ist an der Londoner Wachstumsbörse AIM gelistet, auf der Kanalinsel Jersey registriert und schürft in Russland nach Gold.

LONDON. Wegen des Firmensitzes auf Jersey fällt Highland nicht unter das britische Übernahmerecht. Normalerweise muss jeder Investor, der einen Anteil von mehr als 30 Prozent an einer Firma erwirbt, ein Übernahmeangebot für das gesamte Unternehmen abgeben – das gilt nicht für auf Jersey beheimatete Unternehmen.

Die Ausnahmeregelung machte sich auch der weltgrößte Goldförderer Barrick zu nutze, der sich 34 Prozent an Highland sicherte. Seither haben die beiden Firmen einen Teil ihrer Aktivitäten in Russland und Zentralasien zusammengelegt. Highland betonte am gestrigen Dienstag, dass die Kooperation mit Barrick trotz des Millhouse -Investments weiterlaufen werde.

Der Börsenkurs von Highland zog am Dienstag um zehn Prozent auf 179,5 Pence an. Damit lag der Kurs klar über den 151 Pence, die Abramowitsch für seinen Anteil bezahlen will. Derzeit betreibt Highland die russische Goldmine in Mnogovershinnoe und drei Entwicklungs- sowie sechs Explorationsprojekte. Im ersten Halbjahr 2007 förderte das Unternehmen 62 400 Unzen Gold und erzielte damit einen Umsatz von 43,4 Mill. Dollar. Der operative Gewinn lag bei 4,2 Mill. Dollar.

Das US-Magazin "Forbes“ schätzt das Vermögen von Abramowitsch auf knapp 19 Mrd. Dollar. Der von ihm kontrollierten Holding Millhouse gehörten 80 Prozent des Ölkonzerns Sibneft, 50 Prozent des Aluminiumkonzerns Rusal und 26 Prozent der Fluggesellschaft Aeroflot. Unter dem Eindruck des Verfahrens gegen den einstigen Ölmagnaten Michail Chodorkowski allerdings verkaufte der Unternehmer nach und nach seine Anteile an russischen Unternehmen. Abramowitsch gehört heute unter anderem der Londoner Fußball-Verein Chelsea, der 2006 den englischen Pokal gewann.

Seine Liebe zum Gold teilt Abramowitsch mit anderen russischen Oligarchen. Acht der zehn reichsten Männer des Landes haben nach Informationen der Nachrichtenagentur Bloomberg in Minen investiert.

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