Russischer Milliardär
Roman Abramowitsch feilscht um Megajacht

Die Traditionswerft Blohm & Voss hat die weltgrößte Privatjacht fertiggestellt. 162,5 Meter lang und neun Stockwerke hoch ist die „Eclipse“, die Kosten für das Schiff sollen sich auf rund 750 Mio. Euro summieren. Käufer Roman Abramowitsch verlangt jedoch einen kräftigen Abschlag.
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FRANKFURT. Die Ausmaße sind gigantisch: 162,5 Meter lang und neun Stockwerke hoch ist die "Eclipse". Die weltgrößte Jacht schwimmt im Hafen von Hamburg und wartet auf ihren Besitzer, den russischen Milliardär Roman Abramowitsch. Er hat das Luxusschiff bei der Thyssen-Krupp-Tochter Blohm & Voss bestellt - und feilscht nun um den Preis.

Abramowitsch hat auf feinste Ausstattung Wert gelegt. Stühle und Tische sind mit Leopardenfell und Reptilienleder bespannt. Entspannung bieten Fitnessstudio, Massageraum und Kino. Wer es wild mag, kann in einem zum Simulator umgebauten echten Formel-1-Wagen von Ferrari Platz nehmen. Es versteht sich von selbst, dass der Rennwagen früher von Rekordhalter Michael Schumacher gefahren wurde.

Doppelt so teuer wie Aida-Kreuzer

Vor Piraten brauchen sich die Gäste von Abramowitsch nicht zu fürchten. Die "Eclipse" verfügt über ein Flugabwehrsystem, das aber erst auf Hoher See installiert wird.

Für Blohm & Voss ist der Bau der "Eclipse" - übersetzt Sonnenfinsternis - ein Prestige-Auftrag. Den Ruhm, die größte Jacht der Welt gebaut zu haben, wird die Werft zumindest bis zum nächsten Rekord-Schiff für sich verbuchen können. Finanziell ist die "Eclipse" für Blohm & Voss ein Desaster.

Die Kosten für das Schiff mit der luxuriösen Ausstattung sollen sich auf rund 750 Mio. Euro summieren. Der neueste Aida-Kreuzer mit einer Länge von 252 Metern kostet gerade einmal die Hälfte.

So viel Geld will Abramowitsch nun aber nicht mehr bezahlen. Er verlangt einen kräftigen Abschlag von annähernd 100 Mio. Euro. Seine Forderung begründet er unter anderem mit dem verspäteten Liefertermin. Ursprünglich sollte die "Eclipse" schon zur Fußball-WM vor der Küste Südafrikas ankern. Den Liefertermin konnte Blohm & Voss nicht einhalten, die "Eclipse" hängt noch immer in Hamburg an der Kette.

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