Russischer Ölkonzern leidet unter Steuerbelastung
Sibnefts Gewinn schrumpft

Der fünftgrößte russische Ölkonzern Sibneft hat im vergangenen Jahr nach eigenen Angaben wegen gestiegener Steuerlasten zehn Prozent weniger verdient als im Jahr zuvor.

HB/tom DÜSSELDORF. Der Nettogewinn sank 2004 auf 2,05 Mrd. Dollar. Dies gab das Unternehmen am Dienstag bekannt. Die Belastung aus der Einkommensteuer habe sich nahezu vervierfacht, weil die Regierung von den steigenden Einnahmen aus dem Ölgeschäft profitieren wolle, hieß es weiter.

Die sektorweit höheren Steuern sind aber nicht der einzige Grund für die schwachen Sibneft-Ergebnisse 2004, wie Oleg Maximow von Troika Dialog sagt. Die Zahlen seien im operativen Bereich ebenfalls schwach ausgefallen. Experten kritisierten auch, dass der Konzern zu wenig in die Erschließung neuer Ölquellen investiere.

Im vergangenen Jahr war eine Übernahme von Sibneft durch den Ölkonzern Yukos unter anderem gescheitert, weil die Regierung Steuernachforderungen von 28 Mrd. Dollar gegen Yukos erhoben hatte, was später zur Zerschlagung des Konzerns führte. Sibneft, mehrheitlich kontrolliert vom Milliardär Roman Abramowitsch, ist derzeit offenbar wieder Ziel einer Übernahme: Am Freitag bestätigte der russische Präsident Putin erstmals, dass der teilstaatliche Gasgigant Gazprom Verhandlungen mit Sibneft führt.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%