Russischer Ölkonzern
Yukos-Ausverkauf an Rosneft vorgeschlagen

Der Yukos-Aufsichtsratschef Viktor Geraschtschenko hat zum Erhalt der Reste des bankrotten russischen Ölkonzerns einen Verkauf an den Konkurrenten Rosneft vorgeschlagen.

HB MOSKAU. Es wäre eine „sinnvolle Entscheidung“, die Ölförderung und das Personal von Yukos unter dem Dach von Rosneft zu erhalten, sagte der frühere russische Zentralbankpräsident am Mittwoch bei der Jahreshauptversammlung der Yukos-Aktionäre in Moskau.

Der Resteverkauf von Yukos würde den Wert der staatlichen Ölfirma Rosneft weiter steigern. Sie will im Juli dieses Jahres an die Börse gehen und bei der Erstplatzierung (IPO) etwa zehn Mrd. $ (8 Mrd Euro) einnehmen. Rosneft hatte 2004 bereits den wichtigsten Yukos-Förderbetrieb Juganskneftegas auf Umwegen übernommen.

Yukos verhandele auch mit dem Gasförderer Gasprom über den Verkauf der von Yukos gehaltenen 23 Prozent der Vorzugsaktien des Sibneft-Konzerns. Sibneft wird vom weltweit größten Gasproduzenten bereits seit 2005 mehrheitlich kontrolliert, sagte Geraschtschenko.

Für 2005 hatte Yukos einen Netto-Verlust von 95 Mrd. Rubel (2,8 Mrd Euro) ausgewiesen. Nach russischem Gesetz muss das Unternehmen aufgelöst werden. „Seinerzeit hatten wir selber eine Liquidation vorgeschlagen, damit die Yukos-Reste nicht an die Gerichtsvollzieher, sondern an Aktionäre gingen“, sagte Geraschtschenko. Aber Sibneft als Yukos-Großaktionär habe das Angebot in den Wind geschlagen. Über das Schicksal von Yukos sollten dessen Gläubiger am 27. Juli entscheiden, sagte der Aufsichtsrats- Vorsitzende.

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