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Russischer Partner: Großmann erwägt Beteiligung von Gazprom an RWE

RWE-Chef Jürgen Großmann verhandelt einem Medienbericht zufolge mit dem russischen Konzern Gazprom über eine Kooperation. Dabei ist offenbar auch eine Beteiligung im Gespräch.

Jürgen Großmann soll mit Gazprom verhandeln. Quelle: dapd
Jürgen Großmann soll mit Gazprom verhandeln. Quelle: dapd

FrankfurtRWE-Chef Jürgen Großmann erwägt einem Magazinbericht zufolge eine Beteiligung des russischen Gazprom-Konzerns an dem Essener Versorger. Selbst als Ankeraktionär kämen die Russen infrage, habe Großmann Vertraute wissen lassen, berichtet der „Spiegel“ vorab ohne Angaben von Quellen.

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Wie Gazprom am Freitag mitgeteilt hatte, kamen Großmann und Gazprom-Chef Alexej Miller zu einem Treffen in Paris zusammen, um über die Aussichten gegenwärtiger und künftiger Kooperation zu besprechen. Zum näheren Inhalt der Gespräche hatte Gazprom keine Angaben gemacht. Eine RWE-Sprecherin wollte sich dazu nicht äußern. Sie sagte lediglich, der Konzern spreche mit Gazprom über die Revision der Gasverträge. Ein Gazprom-Sprecher wollte den Bericht ebenfalls nicht kommentieren.

Die „Wirtschaftswoche“ hat in dieser Woche über Gespräche zwischen Großmann und Miller gegeben. Außerdem gebe es Pläne von Gazprom, Aktienpakete von Gas-Töchtern von RWE und Eon kaufen zu wollen.

RWE steht nach der beschlossenen Atomwende in Deutschland schwer unter Druck. Am Freitag hatte der Konzern mitgeteilt, er erwäge eine Kapitalerhöhung. Die bisherigen Konsolidierungspläne reichten vermutlich nicht aus, um die Ratingagenturen von der finanziellen Stärke des Versorgers zu überzeugen, hatte Großmann erklärt. Über die Möglichkeit einer Kapitalerhöhung und Firmenverkäufe, die über das bisher geplante Maß hinausgehen könnten, will er mit dem Aufsichtsrat beraten und im August informieren.

Dem „Spiegel“ zufolge ging es bei dem Treffen zwischen RWE und Gazprom nicht nur um strittige Gaslieferverträge, sondern auch um eine weitreichende Verknüpfung der beiden Unternehmen. Aus Sicht des RWE-Chefs käme eine strategische Beteiligung des russischen Energiemultis an RWE oder an Töchtern des Konzerns infrage. Großmann wolle dem Aufsichtsrat im Idealfall bereits Anfang August Ergebnisse seiner Verhandlungen präsentieren. Am Donnerstag hatte Miller laut „Spiegel“ auch mit E.ON -Chef Johannes Teyssen über mögliche Kooperationen gesprochen.

Gazprom-Chef Miller hatte Ende Juni auf der Hauptversammlung seines Unternehmens angekündigt, sich im Zuge des Atomausstiegs bei deutschen Stromerzeugern einkaufen zu wollen. Der staatlich kontrollierte Konzern spreche bereits über die Beteiligung an Gaskraftwerken mit E.ON, Wintershall, RWE und unabhängigen Produzenten. Daneben hatte es Spekulationen über einen Einstieg von Gazprom bei E.ON Ruhrgas gegeben.

  • 10.07.2011, 13:55 UhrAnonymer Benutzer: C.Rath

    Zu große eurasische Partnerschaft in Energiefragen? Das wird aber einigen konservativen Geopolitikern überhaupt nicht passen oder vielleicht doch und gerade? Herr Großmann wird es wissen.

  • 09.07.2011, 19:23 UhrAnonymer Benutzer: Goldmund

    Gibt es da etwa einen Zusammenhang zwischen den geplanten EU-Subventionen für Gaskraftwerke? Gazprom-Schröder ick hör Dir trapsen!

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