Russischer Stahlkonzern
Milliardär Abramowitsch will offenbar bei Evraz einsteigen

Wenige Tage nach der angekündigten Fusion der russischen Severstal mit dem Luxemburger Stahlkonzern Arcelor prüft der russische Milliardär Roman Abramowitsch offenbar einen Einstieg beim größten russischen Stahlhersteller Evraz.

HB. MOSKAU. Der Milliardär wolle bis zu 40 Prozent der Anteile an der Kohle- und Stahlgesellschaft übernehmen, sagte ein Vertreter einer der Hauptaktionäre am Montag. Der Anteil hätte einen Wert von mehr als 3 Mrd. Dollar, hieß es. Die Moskauer Wirtschaftszeitung „Wedomosti“ berichtet, der elftreichste Mann der Welt habe bereits vor einem Jahr vergeblich versucht, bei Evraz einzusteigen. Analysten rechnen in Russland nun mit weiteren Fusionen in der Stahlbranche. Abramowitsch hatte 2005 seinen Anteil von 72 Prozent an dem Ölkonzern Sibneft für mehr als 13 Mrd. Dollar an Gazprom verkauft.

Kreisen zufolge bereiten Evraz-Gründer und Ex-Chef Alexander Abramow sowie der neue Chef, Alexander Frolow, den Verkauf von bis zu 50 Prozent der Crosland Global an die Firma Millhouse Capital von Abramowitsch vor. Bei der Offshore-Holding Crosland Global lagen per Ende Januar 82,31% der Anteile von Evraz. 14,3% sind in Streubesitz. Von Millhouse Capital war zunächst kein Kommentar erhältlich.

Die Verhandlungen seien noch in einem sehr frühen Stadium, hieß es. Sie hingen nicht vom Ausgang der geplanten Fusion von Severstal und Arcelor ab, die noch die Zustimmung der Arcelor-Aktionäre sowie der zuständigen Behörden in der EU sowie in Russland benötige.

Evraz soll den Angaben zufolge auch mit anderen internationalen Stahlunternehmen verhandelt haben, zuletzt mit Corus. Mit dieser habe es Anfang des Jahres Fusionsgespräche gegeben, hieß es.

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