RWE
Atomkraftwerke sollen länger laufen

Was in Nachbarländern geht, soll auch in Deutschland möglich sein, fordert der Energiekonzern RWE: Atomkraftwerke sollen deutlich länger laufen dürfen, als dies bislang möglich ist.
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HB DÜSSELDORF. "Baugleiche Reaktoren laufen in den Niederlanden, Frankreich oder Belgien 60 Jahre und mehr, in den USA sind jetzt sogar 80 Jahre im Gespräch", sagte RWE-Vorstandschef Jürgen Großmann der "Rheinischen Post". Das sei zwar nicht einfach auf Deutschland übertragbar, aber mit der derzeitigen Laufzeitbegrenzung von 32 Jahren "bleiben wir unter unseren volkswirtschaftlichen Möglichkeiten".

Die schwarz-gelbe Bundesregierung hat sich in ihrem Koalitionsvertrag darauf verständigt, die Laufzeiten sicherer Atomkraftwerke über 2022 hinaus zu verlängern. Auf konkrete Zeitangaben hat sich Schwarz-Gelb aber nicht festgelegt. Großmann erneuerte zugleich sein Angebot für einen Energiepakt: "Bereits vor zwei Jahren habe ich einen Energiepakt zwischen Unternehmen, Großverbrauchern und Politik vorgeschlagen. Das Angebot steht weiter."

Der RWE-Chef schloss nicht aus, dass der Essener Energiekonzern 2010 die Strompreise erneut erhöht. Die Preise könnten steigen oder fallen, das hänge von der Entwicklung des Marktes ab. Zudem mische der Staat mit: "Die Abgaben für erneuerbare Energien steigen im nächsten Jahr um drei Milliarden Euro. Auch die staatlich regulierten Netzentgelte werden erhöht", wird Großmann zitiert.

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