Nach Eon
und Dutzenden weiterer Versorger erhöht auch der Essener Energiekonzern RWE
kräftig seine Gaspreise.
HB DÜSSELDORF. Zum 1. September und 1. Oktober würden die Tarife für rund 600 000 Kunden des Konzerns um bis zu 27 Prozent erhöht, sagte ein Sprecher der Vertriebstochter RWE Energy am Montag. Für einen Durchschnittshaushalt mit einem Jahresverbrauch von 20 000 Kilowattstunden bedeute dies inklusive Mehrwertsteuer monatliche Mehrkosten von 26 bis 29 Euro. Grund für die Erhöhung seien die drastisch gestiegenen Beschaffungspreise.
Eon
hatte bereits vor wenigen Wochen Preiserhöhungen von 15 Prozent zum 1. August angekündigt. Der Oldenburger Versorger EWE hatte im April seine Tarife um durchschnittlich zwölf Prozent angezogen. Nach einer Erhebung des Verbraucherportals Verivox.de drehen knapp 100 Versorger an der Preisschraube. Die durchschnittliche Erhöhung liege bei 13 Prozent.
RWE
verweist wie die Konkurrenten auf den gestiegenen Ölpreis, an den die Gaspreise mit einer Verzögerung von einem halben Jahr gekoppelt sind. Leichtes Heizöl sei derzeit rund 60 Prozent teurer als noch vor einem Jahr. Die Erhöhungen bei RWE
variieren je nach Regionalgesellschaft. Während die 400 000 Kunden von RWE
Westfalen-Weser 27 Prozent mehr bezahlen müssen, sind es bei der kleineren Tochter Süwag 22 Prozent. Um die Kunden bei der Stange zu halten, will RWE
in den kommenden Monaten Festpreisprodukte anbieten. Dabei können sich die Kunden gegen einen Aufpreis für drei Jahre gegen weitere Kostensprünge absichern. Ein ähnliches Produkt hat RWE
bereits beim Strom eingeführt.

