RWE-Kooperation
Deutsches Know-How für Serbien

Der Energiekonzern RWE hat nun auch offiziell eine strategische Zusammenarbeit mit einem serbischen Versorger geschlossen. Geplant sind unter anderem Wasserkraftwerke. Das Volumen geht in die Milliarden.
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Düsseldorf/BelgradDer deutsche Energiekonzern RWE hat eine enge Zusammenarbeit mit dem serbischen Versorger Elektroprivreda Srbije (EPS) besiegelt. Eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichneten RWE-Chef Peter Terium und der serbischen Vizepremier Aleksandar Vucic am Montag in Berlin, wie RWE mitteilte. RWE sehe die Übereinkunft als „Beginn einer strategischen Partnerschaft“, kündigte eine RWE-Sprecherin an.

Die nun unterzeichnete Absichtserklärung umfasst sowohl die Modernisierung bestehender Anlagen als auch den Bau neuer Kraftwerke. RWE führte Wasserkraftwerke an der Drina und der Donau als Beispiele an, auch die Erweiterung eines Braunkohlekraftwerks des staatlichen serbischen Versorgers solle geprüft werden. Für Entscheidungen lassen sich die Partner aber noch Zeit: Die Projekte sollen über neun Monate untersucht werden, danach könnte ein Kooperationsvertrag folgen, der die Kooperation genauer regelt, teilte RWE mit.

„Serbien hat einen hohen Bedarf an moderner Kraftwerkstechnologie“, sagte RWE-Chef Terium. Vucic unterstrich: „Vor allem bei der Stromerzeugung durch Wasserkraft ergeben sich große Möglichkeiten zur Zusammenarbeit.“ Die RWE-Tochter Innogy und EPS hatten bereits im Mai 2011 ein Gemeinschaftsunternehmen gegründet, das Wasserkraftwerke am Fluss Morava bauen könnte.

Die Pläne umfassten nach früheren Angaben der serbischen Behörden Investitionen in einer Höhe von 2,1 Milliarden Euro in Kraftwerke. Eine RWE-Sprecherin betonte indes, in der gemeinsamen Absichtserklärung zur Zusammenarbeit gehe es noch nicht um konkrete Summen für einzelne Projekte.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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