RWE macht Zustimmung von der geplanten Allianz mit der Steag abhängig
RAG-Aktionäre stellen für Börsengang Bedingungen

Der RAG-Konzern muss noch Hindernisse aus dem Weg räumen, bevor er wie geplant im Frühjahr 2006 an die Börse gehen kann.

DÜSSELDORF. Nach Informationen des Handelsblattes aus Kreisen der beteiligten Unternehmen unterstützen Eon, RWE, Thyssen-Krupp und Arcelor die Börsenpläne zwar im Grundsatz. Allerdings sind die vier Großaktionäre über das Vorpreschen von RAG-Chef Werner Müller verärgert und könnten nun ihrerseits Zugeständnisse fordern.

Der Essener Energiekonzern RWE mache seine Zustimmung zu einem baldigen Börsengang davon abhängig, dass die geplante Allianz von RWE mit der RAG-Tochter Steag zu Stande kommt, heißt es in Kreisen der beteiligten Unternehmen. Seit knapp einen Jahr verhandeln die beiden Konzerne über eine Beteiligung von RWE an dem Kraftwerksbauer und -betreiber Steag. Die Verhandlungen sind festgefahren. Ein RWE-Sprecher wollte sich hierzu auf Nachfrage nicht äußern.

Die RAG hatte am Wochenende ihre Börsenpläne bekannt gegeben. Mit dem Erlös aus der Aktienplatzierung will sich der einstige Bergbaukonzern beim Bund von der Verpflichtung freikaufen, für Bergbaurisiken zu haften. Die RAG rechnet mit Einnahmen von mindestens fünf Mrd. Euro. Die Anteilseigner sollen hierfür ihre Aktienpakete zur Verfügung stellen – für den symbolischen Preis von einem Euro. Als Gegenleistung fordern die Unternehmen, selbst von Rückstellungen für Bergbauschäden und Pensionsverpflichtungen in jeweils dreistelliger Millionenhöhe befreit zu werden.

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