RWE möchte mit BASF und Gazprom zusammen arbeiten
Gerangel um Einstieg in russischen Gasmarkt

Das Gasgeschäft in Russland ist lukrativ, das wissen auch deutsche Konzerne. Im Wettlauf um einen Einstieg in den dortigen Markt möchte sich der Energiekonzern RWE an der Erschließung von Gasvorkommen zusammen mit BASF und Gazprom beteiligen. Interesse daran hatte auch bereits der Konkurrent Eon signalisiert.

HB ESSEN. RWE sei bei einer Kooperation mit dem russischen Gaskonzern „nicht das fünfte Rad am Wagen“ und sehe eine Engagement bei der Erschließung russischer Erdgasfelder als eine „strategische Option“ an, sagte RWE-Chef Harry Roels auf der Hauptversammlung am Donnerstag in Essen.

Gazprom und BASF hatten zuletzt angekündigt, gemeinsam ein großes Gasvorkommen in Sibirien zu erschließen. Beide Unternehmen wollen zudem eine neue Pipeline durch die Ostsee bauen und im Vertrieb in Deutschland stärker zusammenarbeiten. Dazu hatten sie eine Grundsatzvereinbarung geschlossen, nach der beide Firmen das große Gasvorkommen gemeinsam fördern wollen. BASF werde zunächst 50 % minus eine Aktie an dem Projekt erhalten. Die beiden zeigten sich offen für die Beteiligung Dritter, Gazprom werde aber immer die Mehrheit behalten.

Roels sagte vor etwa 5000 Aktionären: „Wir sind nach wie vor in Gesprächen mit Gazprom.“ Die strategischen Optionen beinhalteten auch eine Erschließung von Gasfeldern, ergänzte er, ohne genaue Inhalte der Gespräche zu nennen. „Wir können uns durchaus vorstellen, mit BASF und Gazprom zusammenzuarbeiten.“

Dabei könnte RWE auch dem Konkurrenten Eon in die Quere kommen. Der Düsseldorfer Konzern hatte mitgeteilt, er habe mit Gazprom ebenfalls eine Absichtserklärung unterzeichnet, nach der Eon mit 25 % in das Projekt in Sibirien einsteigen könne. Gazprom selbst hatte als Gesprächspartner neben Eon auch RWE genannt. Russland ist einer der größten Gaslieferanten Deutschlands. Gazprom ist der weltgrößte Gasproduzent.

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