RWE und RAG kooperieren bei Steinkohle-Verstromung
RAG will wieder in Gewinnzone

Die Neuordnung der Energiewirtschaft an Rhein und Ruhr schreitet weiter voran. Beim Traditionskonzern RAG, der ehemaligen Ruhrkohle AG, verliert die Förderung heimischer Kohle weiter an Bedeutung.

HB ESSEN. Sonderbelastungen haben den Kohle- und Chemiekonzern allerdings noch im vergangenen Jahr in die Verlustzone gedrückt. Im laufenden Jahr will das Unternehmen wieder schwarze Zahlen schreiben. Als Folge der vereinbarten Reduzierung der staatlichen Kohleförderung kündigte RAG am Mittwoch die Schließung weiterer Zechen an.

„Insgesamt summierte sich das Bündel an Belastungen zu einem Jahresfehlbetrag (2003) von 60 Mill. €, nachdem die RAG im Vorjahr noch einen Überschuss von 18 Mill. € ausweisen konnte“, sagte RAG-Vorstandschef Werner Müller am Mittwoch in Essen. Der Betriebsgewinn der früheren Ruhrkohle brach auf 40,4 (Vorjahr: 106,6) Mill. € ein. Müller begründete den Verlust unterm Strich mit einmaligen Umstrukturierungskosten bei den Töchtern Rütgers und RAG Saarberg. Außerdem habe RAG eine Abschreibung auf den Buchwert der börsennotierten Spezialchemietochter Degussa wegen der schlechten Kursentwicklung vornehmen müssen.

Für das laufende Jahr rechnet Müller mit einer Rückkehr in die Gewinnzone. „In 2004 ist ein deutlicher Gewinn eingeplant“, sagte er. Er sei zuversichtlich, für Degussa keine weiteren Wertberichtigungen vornehmen zu müssen. Auch Degussa war wegen einer Wertberichtigung 2003 in die roten Zahlen gerutscht. RAG hält aktuell wie der frühere Alleineigentümer Eon 46,5 % an Degussa, wird in Kürze aber von Eon ein weiteres Aktienpaket übernehmen und damit eine knappe Mehrheit an Degussa halten. Um den Stromversorger Steag will Müller eine neue Energiesparte im Konzern aufbauen. Der Essener RWE-Konzern werde sich an Steag beteiligen.

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