„RWE verstößt gegen kein Gesetz“
RWE hält an Libyen-Plänen fest

Die RWE-Tochter RWE Dea hatte im Mai mit der libyschen National Oil Corporation (NOC) die gemeinsame Suche und Förderung von Kohlenwasserstoffen vereinbart. Die USA hatten daraufhin gegenüber der Bundesregierung und RWE ihre Besorgnis über das geplante Geschäft zum Ausdruck gebracht.

HB/dpa ESSEN. Der Energiekonzern RWE hält an seinen Plänen zur Suche und Förderung von Öl und Gas in Libyen trotz der Bedenken der USA fest. Der RWE-Vorstandsvorsitzende Harry Roels sagte am Dienstag in Essen: „Wir sehen keinen Grund, uns aus unserem Engagement zurückzuziehen.“

Natürlich habe es ein paar Fragen gegeben, sagte Roels weiter. Doch verstoße RWE gegen kein Gesetz. RWE liege mit dem Investitionsvorhaben weit unter der kritischen Grenze von 20 Millionen Dollar pro Jahr. Unter einem amerikanischen Gesetz, dem „Iran Libya Sanctions Act“ (ILSA), drohen ausländischen Unternehmen Sanktionen, wenn sie mehr als 20 Millionen Dollar in Öl- oder Gasprojekte in Libyen oder Iran investieren.

Das Programm aus Seismik und Explorationsbohrungen hat nach früheren Angaben in einem Fünfjahreszeitraum insgesamt einen Umfang von rund 56 Millionen Dollar (49 Millionen Euro). Experten befürchten Auswirkungen auf das USA-Geschäft von RWE, die vor kurzem das US-Unternehmen American Water Works, den größten privaten Wasserversorger der USA, gekauft hat.

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