Der Essener Energiekonzern RWE
hat einen herben Rückschlag bei der Erneuerung seines Kraftwerksparks erlitten: Weil sich die Bürger der saarländischen Stadt Ensdorf bei einem Bürgerentscheide dagegen ausgesprochen haben, verzichtet RWE
dort auf den Bau eines Steinkohlekraftwerks.
HB SAARLOUIS. Bei der Bürgerbefragung sprachen sich 70 Prozent der Teilnehmer gegen das Kraftwerk aus. RWE
teilte daraufhin mit: "Wir haben immer gesagt, dass wir nicht gegen den Willen der Bevölkerung bauen werden“. Eigentlich wollte RWE
am bestehenden Standort im Saarland eine 1 600-Megawatt-Doppelblockanlage errichten. Das Investitionsvolumen hatte der Konzern noch im August mit rund zwei Mrd. Euro angegeben.
"Auswirkungen auf andere Kraftwerksvorhaben sind für uns nicht absehbar“, fügte die RWE
-Sprecherin
hinzu. Pläne für eine kleinere Anlage in Ensdorf gebe es nicht. Der Konzern hatte für seine Neubauten mit dem Argument geworben, dass diese wesentlich weniger Kohlendioxid ausstoßen als alte Anlagen mit einer vergleichbaren Leistung. "Wir bedauern es, wenn es nicht gelungen ist, die Sachargumente zu vermitteln“, sagte die Sprecherin.
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