Saab
China treibt Saab in die Pleite

Der chinesische Investor Pangda macht einen Rückzieher. Er will dem Autobauer Saab nun doch nicht mehr mit Millionen Euro unter die Arme zu greifen. Der Grund: Offenbar stellt sich die Regierung in Peking quer.
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DüsseldorfDie Zukunft des schwedischen Autoherstellers Saab verdunkelt sich weiter. Die chinesische Autohaus-Kette Pangda, die mit 24 Prozent an dem Unternehmen beteiligt ist, hat ihr Angebot zurückgezogen, gemeinsam mit dem anderen chinesischen Anteilseigner Youngman 235 Millionen Euro in Saab zu investieren. Pangda erklärte einen entsprechenden Vertrag mit Saab für ungültig. Das berichtet die schwedische Tageszeitung "Svenska Dagbladet". Als offiziellen Grund gaben die Chinesen die durch den Gläubigerschutz notwendig gewordenen Umstrukturierungen bei Saab an.

Die wahre Ursache für das Zögern der beiden Investoren könnte jedoch auch Druck der chinesischen Regierung sein. Die hatte sich dahingehend geäußert, dass sie keine weiteren Investitionen genehmigen werde, wenn die beiden chinesischen Unternehmen nicht auch die Rechte an dem geistigen Eigentum bekämen. Auch eine komplette Übernahme von Saab sei an diese Bedingung geknüpft. Die chinesische Regierung will den Deal verhindern, weil kein nennenswerter Technologietransfer mit ihm verbunden ist.

Der Vorsitzende von Pangda, Pang Qinghua, sagte auf dem Global Automotive Forum im chinesischen Chengdu, er sei gezwungen, die Saab angebotenen Investitionen zurückzuziehen, da das Unternehmen im September in Gläubigerschutz getreten ist. Laut dem Bericht des "Svenska Dagbladet" wartet Saab zudem noch seit zwei Wochen auf 640 Millionen Kronen (70 Millionen Euro) von einem anderen chinesischen Anteilseigner, Youngman.

Bei Saab geht man aber weiterhin davon aus, dass die chinesischen Behörden am 14. Oktober grünes Licht für die Investitionen geben. "Es muss ein Missverständnis sein", sagte eine Sprecherin des Unternehmens.

Pangda war im Mai dieses Jahres mit 65 Millionen Euro bei dem schwedischen Autohersteller eingestiegen. Kurz davor war ein anderer Investor aus dem Reich der Mitte, die in Europa unbekannte Einzelhandelskette Hawtai, abgesprungen. Youngman Lotus, ebenfalls aus China, ist mit 29,9 Prozent an Saab beteiligt.

Pangda hatte für seine Autohäuser in China mehr als 2.000 Fahrzeuge gegen Vorkasse bestellt. Zugesagt war eine Lieferung im September, diese Frist konnten die Schweden nicht einhalten.

Sebastian Schaal
Sebastian Schaal
Handelsblatt Online / Redakteur

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  • Der Artikel ist nicht mehr Aktuell und beruht auf einem Übersetzungsfehler aus einer Chinesischen Quelle.
    Es erfolgten direkt nach dem Auftreten diese "Gerüchts" Pressemeldungen sowohl von SAAB als auch von YoungMan und PangDa die dieser Meldung widersprach.

    Die 70 Millionen von Youngman wurden bereits gestern überwiesen, so das die restrukturierung wie geplant fortgesetzt werden kann.

    @Redaktion: Es wäre schön, wenn solche Berichte bitte nicht anhand von "Gerüchten" erstellt werden könnten oder zumindest bei entsprechenden Pressemitteilungen angepasst würden. Solche "Nachrichten" halten sich leider oft sehr lange und tragen sicher nicht zum Erhalt einer solchen Marke bei.

  • Falscher Titel. SAAB war schon pleite bevor die Chinesen auftauchten. Die sind lediglich schlauer und versenken ihr Geld nicht in ein schwarzes Loch ohne Boden wie es die europäischen Politiker gerade vormachen.

  • Da kann sich die EU schon einmal ausmalen mit was für
    knallharten Verhandlungspartnern sie es zu tun bekommt,
    wenn sie zwangsläufig, aufgrund ihrer Zahlungsunfähig-
    keit, verursacht durch die Wahnsinnsrettungsschirme,
    in Beijing um Hilfe anklopfen muß.

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